Bandsalat: After The Fall, George Booth, Hausmeister, Lardo, Oso Oso, See Through Dresses, Shape, Unwed

After The Fall – „Dedication“ (Bridge Nine) [Stream]
Die Band hat ja bereits ein paar Jährchen auf dem Buckel, aber so gut wie auf dem neuen Album haben mir die Jungs bisher noch nie gefallen. Melodischer Highspeed-Hardcorepunk, den man am Besten zum Skaten bei Sonnenschein genießen sollte. Für Freunde von Kid Dynamite, Good Riddance, The Movielife, Turnedown oder Grey Area! Let’s Skkkate!


George Booth – „Demo“ (DIY) [Name Your Price Download]
Verdammt geilen Knierutsch-Screamo bekommt ihr von dieser neuen Band aus Newcastle/Australien zu hören. Auf der Demo sind zwar nur zwei Songs drauf, aber die machen Appetit auf mehr. Emotive Skramz mit herzzerreißendem Gekreische trifft auf melodische Momente, zwischendurch kommen gesprochene Passagen mit hinzu. Wer auf Zeugs wie z.B. Serene, frühe Instil oder Nikad steht, sollte sich das Demo mal fix auf die Festplatte zippen.


Hausmeister – „Rean & Speim“ (DIY) [Freier Download]
Zwischen Punk, Skramz, Emo und Screamo bewegt sich diese neue Band aus Österreich (Graz/Wien). Da die Jungs deutsche Texte haben und mit melodischen Gitarren und hellem, aber auch heiseren Gesang unterwegs sind, kommen natürlich als erstes Bands aus der deutschen Punk/HC-Szene in den Sinn, Captain Planet, Düsenjäger, Colt. oder  frühe Turbostaat z.B. Rein instrumental gesehen kommt da dann noch ’ne Portion Franzosen-Screamo und etwas Washington DC-Hardcore dazu. Ich find’s leiwand.


Lardo – „Gunmetal Eyes“ (Alliterative Accord) [Stream]
Knarzige Gitarren, wummernder Bass, arhythmetische Drumbeats, jede Menge Groove im Hintern und dazu noch ’ne ordentliche Portion Punk und massig Noise, mit Störgeräuschen wird hier keinesfalls gegeizt. Lardo kommen aus der Untergrundszene von Chicago und präsentieren auf ihrem Debutalbum einen abgefahrenen Sound, der mich an eine Mischung aus Les Savy Fav, Rage Against The Machine, Shellac, The Jesus Lizard, Fugazi und Milemarker denken lässt.  Das Trio hätte in den Neunzigern hervorragend zu dem Zeugs gepasst, das auf Touch And Go erschienen ist.


Oso Oso – „Real Stories of True People Who Kind of Looked Like Monsters“ (Soft Speak Records) [Stream]
Für ’nen Nachmittag am Badesee ist Oso Oso die perfekte Wahl: die Jungs aus New Jersey verbinden melodischen Pop-Punk mit ein wenig Emo-Pop und ein paar Midwest-Emo-Twinkle-Elementen. Das hört sich dann in etwa so an, als ob die Get Up Kids auf Mid Carson July und ganz softe Kid Dynamite treffen und nebenbei noch Knapsack guten Tag sagen. Eine schöne Sommerplatte.


See Through Dresses – „Selftitled“ (Rainbo Records) [Stream]
Es liegt an diesem schönen Sommer, dass derzeit nur Sonnenscheinmusik meine Kopfhörer flutet. Dabei ist es mir auch egal, dass dieses Release bereits im Jahr 2013 erschien. Neulich stieß ich nämlich durch Zufall auf die Band See Through Dresses und verliebte mich sofort in den Song You Get Sick Again, den ich natürlich umgehend auf ’nem Mixtape verewigte. Ein wenig Zeit verging, bis ich mir vor ein paar Tagen das besagte Mixtape anhörte und ich mir daraufhin das Album genauer vorknüpfte. Indie meets Grunge, The Stars musizieren mit Turnover und treffen dabei auf Monochrome.


Shape – „Crossing Roads“ (DIY) [Stream]
So richtiges Neunziger-Feeling kam bei mir auf, als ich neulich aufgrund der Anfrage dieser Band aus Lissabon in die mittlerweile dritte Veröffentlichung der Jungs reinhorchte, welche auch gleichzeitig das Debutalbum der Portugiesen ist. Vom Sound her kommt das ganz gut an das Zeug ran, das so um die Jahrtausendwende als Post-Hardcore bezeichnet wurde, nur dass der Sound anno 2015 natürlich um Längen besser produziert ist. Im Grunde klingen Shape eigentlich ziemlich stark nach modernem Melodic Hardcore, der Bands wie z.B. frühe Stretch Arm Strong, Thrice, Strife oder As Friends Rust zum Vorbild hat. Reizvoll finde ich die eingängigen und flächigen Gitarrenmelodien, die mit dem melodischen Bass und den kräftig gespielten Drums eine solide Einheit bilden. Und das eher helle Geschrei des Sängers finde ich auch tausendmal intensiver, als irgend so ein 08-15-ich-bin-ja-so-böse-Gebrüll. Geile Band!


Unwed – „Raise The Kids“ (6131 Records) [Stream]
All-Star-Band um Leute von Hot Water Music, Errortype:11 und Small Brown Bike ergänzt um eine Frontfrau, deren Stimme mich das ein oder andere Mal an Jeremy Enigk von Sunny Day Real Estate erinnert. Und in diese 90’s Post-Emocore-Richtung geht auch der Sound von Unwed. Quicksand, SDRE oder Errortype:11, Sri oder Rocking Horse Winner kommen immer wieder in den Sinn. Instrumental druckvoll produziert klingt das ganz nett, aber der Gesang kommt an manchen Stellen etwas lustlos und dünn rüber.


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