Highlights des Jahres 2017

Es ist doch jedes Jahr das Gleiche. Immer dieser Zwang am Ende des Jahres, geht es nicht auch mal ohne eine End-Of-The-Year-Liste? Das frage ich mich wirklich jedes Jahr auf’s neue. Eigentlich werden auf diesen Seiten doch eh nur Releases besprochen, die ausgesprochen gut gefallen, wozu denn da noch ’ne Liste? Diesen Eindruck hatte ich direkt, nachdem ich die letzten besprochenen Sachen hier betrachtete und diese eigentlich fast alle für listenwürdig befand. Außerdem gibt es sicher die ein oder andere tolle Platte, die mir mal wieder durch die Lappen gegangen ist. Oder Zeugs, das ich zu wenig gehört habe, um es lieb zu gewinnen, von den zwischen-den-Jahren-Erscheinungen oder den zu spät entdeckten Juwelen möchte ich gar nicht erst anfangen. Dass Hammerzeugs wie z.B. die geniale Faltre-Doppel 12inch, die Cavalcades-EP oder die They Sleep We Live 12inch (alles z.B. 2017 besprochen, jedoch bereits 2016 erschienen) dabei leider verloren gehen, stört mich enorm. Was ist mit dem Zeug, das noch auf dem Schreibtisch wartet, um ausgiebig gehört zu werden, damit ein angemessenes Review geschrieben werden kann? Dem ersten Höreindruck zufolge sind da auch noch geniale Sachen dabei, die für so ’ne Liste prädestiniert wären. Für Zwangsneurotiker wie mich ist das alles eigentlich total ungesund, keuch…röchel. Und dann, immer so kurz vor knapp, nagt dann doch das schlechte Gewissen und in Gedanken rattern die ganzen Releases durch, die es schafften, öfters als der gewöhnliche Rest über die Anlage zu laufen. Soll ich doch noch?
Warum ich dann doch immer wieder in Versuchung gerate? Naja, dieses End-Of-The-Year-Ding eignet sich hervorragend dafür, um all den netten Menschen, die diese Seite hier durch ihre kraftvolle Unterstützung am Laufen halten, mal gebührend Danke zu sagen. In erster Linie geht mein unendlicher Dank natürlich raus an euch treue und geduldige Leserinnen und Leser. Tausend Küsse auch an alle Labels, die Bands und die Promo-Menschen, die Vinyl, CD’s, Tapes, Zines, Shirts, Digital-Downloads & sonstiges abgefahrenes Zeugs rumgeschickt haben. Ihr seid komplett irre! Überhaupt, wie karg und leblos wäre diese Szene doch ohne all diese von massig Herzblut angetriebenen Bands und DIY-Labels! Eine anerkennende Verbeugung geht natürlich auch an meine Schreiber-Kolleginnen und Kollegen raus. In Zeiten, in welchen sich z.B. Katzenblogs allgemeiner Beliebtheit erfreuen und die darauf veröffentlichten niedlichen Posts ohne großen Input abertausende Klicks bzw. Likes bekommen, kann der Kampf ums Überleben sehr zermürbend sein, denn hier verfliegt ein gut geschriebener Text schneller als der Geruch eines Furzes in der freien Natur bei windigem Wetter. Ups, jetzt hab ich mich mal wieder verrannt und hab dabei sicher noch irgendwen in der Thankslist vergessen, daher bitte ich einfach mal vorsorglich um Verzeihung.
Und ja, es gab sie, die wichtigen Platten 2017. Hier, auf dem oben zu sehenden Foto sind zumindest die, die sicher in meiner Best Of 2017-Liste zu finden gewesen wären, wenn ich denn eine ferig gestellt hätte. Leider sind da jetzt etliche Download-only-Releases nicht mit dabei, ein paar weitere sind gar nicht zu erkennen, weil verdeckt. In diesem Sinne: bleibt gesund, seid alle lieb zueinander und hofft, dass auch 2018 ein schönes Jahr wird, das mit reichlich interessanter Musik gefüllt werden wird.
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