Thisismenotthinkingofyou – „Obstructive Sleep“ (Dingleberry Records u.a.)

Ursprünglich als Solo-Projekt gestartet, hat sich Thisismenotthinkingofyou-Kopf Shaun Hancock mittlerweile zwei Mitstreiter ins Boot geholt, damit das intensive Screamo-Emoviolence-Mayhem auch live stattfinden kann. Vielleicht hatte ja irgendjemand von euch die Gelegenheit, dem letztjährigen Auftritt der Jungs aus Derby/UK beim Miss The Stars-Fest beizuwohnen. Wer’s wie ich verpasst hat, der kann sich hier einen ungefähren Eindruck verschaffen, wie großartig die Atmosphäre dort gewesen sein muss. Nun, diese sagenhaft hübsch aussehende 12inch wurde durch die Zusammenarbeit folgender DIY-Label ermöglicht: Dingleberry Records, Adorno Records, 3rd Planet, Middle-Man Records, Dasein Records, Friendly Otter, Grandad Records und À Fond d’Cale Prod. Die Plattenhülle besteht aus einem zusammengefalteten Blatt Papier, das dazu noch mit einer eindrucksvollen Tusche-Zeichnung besiebdruckt ist. Die Plattenlabels der A-und B-Seite sind ebenfalls mit Blumenzeichnungen verziert, sowas sieht beim Rotieren auf dem Plattenteller natürlich klasse aus.

Bei dieser ersten Full Length könnte man eigentlich fast von einer Art Diskographie sprechen, denn hier sind beinahe alle bisherigen Releases mit drauf. Auf der A-Seite sind die zuvor noch nicht erschienenen Songs der Obstructive Sleep-LP zu hören, die B-Seite beinhaltet die Songs der White Feathers EP, Control/Reform EP und Restlessness EP, so dass ihr mit insgesamt 30 Songs den Full-Service genießen könnt. Die Songtitel sind schlicht mit römischen Zahlen je Release durchnummeriert. Leider fehlt mir hier ein Textblatt, denn rein akustisch tut man sich sehr schwer, irgendwelche Textfetzen herauszuhören. Da wird einfach zu sehr gelitten, gerotzt und geheult, als dass man was verstehen könnte. Nun denn, die Musik selbst lässt jedoch erahnen, dass die Inhalte düster sein müssen.

Denn Thisismenotthinkingofyou zünden ein Screamo-Feuerwerk nach dem anderen. Die Songs sind schön kurz gehalten, selten wird die zwei-Minuten-Marke geknackt. Was gesagt werden muss, kann auch in knapp einer Minute auf den Punkt gebracht werden. Und so leben die Stücke durch die chaotischen Gitarren, die sich matschig und dissonant ihren Weg durch die wildwasserkanal-mäßigen Drums bahnen, so dass zum schieren Wahnsinn nur noch die bereits erwähnten intensiven Vocals fehlen. Wenn ihr Zeugs wie Loma Prieta, Orchid, Jeromes Dream oder Tristan Tzara bereits zum Frühstück abfeiert, dann dürftet ihr an dieser Scheibe eure wahre Freude haben. Das Ding ist ’ne Wucht!

8/10

Facebook / Bandcamp / Dingleberry Records


 

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