ProvinzPostille #8 – Herbst 2021

Der gute Felix hat mal wieder liebevoll eine neue Ausgabe der ProvinzPostille zusammengebastelt, ein kleiner Lichtblick in Dunkeldeutschland! Das Ding kommt wieder mit einem tollen Sampler, allein da drin steckt jede Menge Arbeit. Insgesamt gibt’s 31 Stücke zu hören, allesamt schön undergroundig. Zu den Bands gibt’s im Heft dann auch ein paar Infos.

In erster Linie ist die ProvinzPostille ein richtig cooles Ego-Zine, hier und da mit viel persönlichen Gedanken und massig DIY-Spirit. Ich frag mich, wie Felix das alles neben Label, Band und Privatleben auf die Kette kriegt. Dank Corona war ja in den letzten zwei Jahren etwas mehr Zeit zur Verfügung, das gehört wahrscheinlich in Zukunft eher der Vergangenheit an. Interessant zu lesen finde ich v.a. die Interviews. Besonders hervorheben möchte ich das unterhaltsame Gespräch mit Carlos vom DIY-Label Entes Anomicos, das Interview mit Jobst (bekannt von Bands wie PEACE OF MIND, HIGHSCORE, MÖNSTER, BLOOD ROBOTS, NOTHING, MIND TRAP oder THE FOG) und Christopher über den „Und dann kam Punk“-Podcast und die Unterhaltung mit Mo von Mo’s Plattenladen, der auch gleichzeitig noch Backbite Records und das Sublabel Hand Of Doom betreibt.

In allen Texten schwebt die Nostalgie früherer Zeiten in der Luft, da ist von längst nicht mehr stattfindenden Fanziner-Treffen die Rede, man bekommt Einblicke in die frühe peruanische Punkszene und auch sonst ist das ganze Heftchen ein kurzweiliges Lesevergnügen. Besonders geil finde ich den Umschlag des Zines, den Linoldruck hat Alex Mages aus dem Hamburger Nachladen angefertigt. Ach, und dann gibt’s noch ’nen Download-Code von Felix‘ erster Band Hünersüppchen. Sozusagen eine Discographie von 32 Songs, die zwischen 1994-1999 aufgenommen wurden. Gebt euch ’nen Ruck und bestellt das Ding, dann sind die nächsten 5-6 Klositzungen mit bester Unterhaltung gesichert!

ProvinzPostille / Bandcamp