City Of Caterpillar – „Driving Spain Up A Wall“ (Adagio 830)

Es war so um die Jahrtausendwende herum, als ich erstmals auf die Band City Of Caterpillar aufmerksam wurde. Damals bezog ich meine Plattentipps noch aus analogen Quellen, mit Vorliebe las ich US-Fanzines wie z.B. Law Of Inertia oder das Status-Zine und lernte dabei Juwelen wie Sharks Keep Moving, Threadbare, The National Acrobat, The Casket Lottery oder eben City Of Caterpillar kennen. Praktisch war damals natürlich, dass diesen Zines CD-Sampler beilagen, auf denen man die interviewten Bands auch noch hören konnte. Wer sich das nicht ausmalen kann: stellt euch einfach vor, dass ihr auf Bandcamp ’nen Sampler downloadet und den die nächsten paar Wochen rauf und runter hört, weil euer Datenvolumen aufgebraucht ist oder was auch immer. Was hab ich damals CD-Cover gebastelt, während ich den unzählig geilen Bands lauschte. Der unstillbare Hunger nach neuer und v.a. ansprechender Musik war danach bis zur nächsten Bestellung beim Mailorder zwar für’s erste befriedigt, von Übersättigung sprach damals aber noch niemand. Und eigentlich ist es angesichts der heutigen Entwicklung ja eher erstaunlich, dass eine Band mit einer Lebensdauer von gerade mal etwas knapp über zwei Jahren solch einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Zudem dürften nicht wenige der Bands aus dem aktuellen Screamo- bzw. Post-Hardcore-Bereich von der Band aus Richmond beeinflusst worden sein.

Dass City Of Caterpillar sich wieder zusammengefunden haben, hab ich neulich beim Stöbern in den OX-Reviews erfahren. Da wurde nämlich genau diese Platte hier besprochen, zudem bekam man in der Rezi die Info, dass die Band sogar im Jahr 2017 in Europa unterwegs war. Scheiße abermals, dass ich Lusche immer noch den Weg zum Fluff scheue, denn da konnte man sich ein Bild machen, ob diese Reunion mal nicht für’n Eimer war. Und so, wie es aussieht, ist sie das keinesfalls (wie man auf diesem Videomitschnitt hier vom Fluff Festival sehen kann).

Und dann ist da im Adagio-Bemusterungspaket diese dicke, schwere 12inch mit den vielen Buchstaben drauf. Nach dem Entschlüsseln des Worträtsel-mäßigen Artworks reibe ich mir erstmal ungläubig die Augen, denn das hier ist die Band, die ich immer mit der gefräßigen Raupe Nimmersatt in Verbindung brachte. Schwarzgelbe Raupe, roter Kopf, grünes Blatt. Frisst sich durch ein C, wandert unbeirrt weiter, bis sie beim R angelangt ist, dabei dürfte die ultradicke Plattenhülle der gefräßigen Raupe das geringste Hindernis sein. Klopft man auf den Karton, nachdem man das ebenfalls sehr schwere und in eine schwarze Hülle verpackte Vinyl samt Text-Poster aus dem Karton gefriemelt hat, purzelt doch glatt auch noch ’n Download-Code aus der Plattenhülle. Das Textposter ist wirklich groß, keine Ahnung wie die DIN-Bezeichnung lautet. Aber das Buchstabenmuster vom Cover zeichnet sich ab, wenn man das Textblatt gegen das Licht hält. Und man erfährt mal wieder, dass dieser satte Sound durch die magischen Hände von Jack Shirley entstanden ist. Ach so: auf der A-Seite bekommt ihr den epischen Song Driving Spain Up A Wall zu hören, der eigentlich noch aus der Schlussphase der Band stammt und damals nur live präsentiert wurde.

Auf Vinyl wirkt das neu aufgenommene Stück natürlich umso besser. Das ruhig gehaltene Intro erzeugt mystische Spannung, die wabernden und fast heulenden Gitarren im Anschluss haben was von ’ner Violine. Und dann, als man richtig eingelullt vom hypnotischen, rhythmischen Sound ist, setzt endlich nach fast der Hälfte des knapp elfminütigen Songs doch noch Gesang ein. Und das geschieht in alter Washington-DC-Manier. Verdammte Hacke, das hier müsst ihr euch auf Vinyl geben, das ist so intensiv, das bringt die Augen zum Glänzen! Kann man irgendwo zwischen Ambient und explosiver Apokalypse einordnen. Auf der B-Seite kommt dann noch ein im Jahr 2002 aufgenommender und bisher unveröffentlichter Song zum Zug, bei dem mich v.a die Bass-Parts ab der Hälfte des Songs in den Bann ziehen. Wow, hinter dieser Reunion dürften keine finanziellen Hintergedanken stecken, hier hört man die Spielfreude deutlich raus. Holt euch das Ding, falls ihr es noch nicht haben solltet.

9/10

Bandcamp / Adagio 830 / Bisaufsmesser


 

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Arrowhead – „Maunder“ (lifeisafunnything)

Ist euch schonmal der Begriff „Diderot-Effekt“ unter die Ohren gekommen? Nun, unter einem Diderot-Effekt versteht man folgende Situation: der Kauf eines bestimmten Gegenstandes zieht einen weiteren Kauf nach sich. Kennt ihr alle. Man kauft sich eine braune Hose und plötzlich passt die lila Jacke nicht mehr farblich dazu, weshalb man dazu gezwungen ist, eine neue zu kaufen. Oder ein anderes Beispiel: man kauft sich diese hübsch aussehende 12inch von Arrowhead, deren Vinylfarbe so unheimlich schön Warnwesten-orange leuchtet, obwohl man aber gar keinen Plattenspieler besitzt. Auch wenn der 12inch ein Download-Code beiliegt, kommt ihr um den Kauf eines Plattenspielers nicht herum. Denn diese drei neuen Songs der Band aus Boston/Massachusetts entfalten erst mit dem Aufsetzen der Nadel so richtig ihre ganz besondere Magie.

Wenn der Schreiber dieser Zeilen irgendwas von „diese Pfeilspitze trifft förmlich mitten ins Herz“ oder „ein Traum in schwarz-weiß“ faselt, dann solltet ihr das verdammt nochmal sehr ernst nehmen…aber von vorn: als ich einst beim Bandcamp-Surfen auf die Bostoner Band und ihr Album A Collection Of What You’ve Lost aufmerksam wurde, konnte ich noch nicht ahnen, dass eines meiner Lieblings-Labels einige Zeit später eine Split-12inch der Jungs veröffentlichen würde. Besagtes Split-Release mit der Band Forever Losing Sleep hinterließ mit nur einem einzigen – aber hochintensiven Song – den dringenden Wunsch nach mehr. Dieser Wunsch wird mit Maunder mehr als erfüllt. Und ähnlich wie beim Diderot-Effekt hänge ich nun in so einer Art Schlaufe, der Heißhunger auf neue Songs ist jedenfalls erneut geweckt.

Drei Songs, 19 Minuten Spielzeit. Klassisches Artwork, drei düstere schwarz-weiß-Fotografien. Darunter sind diese sehr persönlichen Texte abgedruckt. Jedes Wort scheint auf der Waage des Lebens. Auffallend ist, dass die Songs analog zu den Fotos im Verlauf der Spielzeit immer düsterer werden. Die Songarragements strotzen vor Vielseitigkeit, so dass die Zeit wie im Nu vergeht, obwohl größtenteils im Midtempo musiziert wird. Nun, Hearth beginnt fast fröhlich mit diesen unverzerrten Gitarren und dem treibenden Schlagzeugspiel, bis man sich im Verlauf des Songs in einem Strudel voller Melancholie und Verzweiflung wiederfindet. Auch das nachfolgende Magnifying Glass hat seine Momente der Auswegslosigkeit und bewegt sich leise schlingernd in Richtung Abgrund. Anfangs noch optimistisch und sphärisch, baut der Song eine gewisse Spannung auf und wechselt fast schleichend und unbemerkt die Position, wie eine Sanddüne, Sandkorn um Sandkorn. Bis zum eingangs erwähnten Abgrund, der mit dem Wechsel auf die B-Seite und dem Beginn des achtminütigen Songs Fault Lines auswegslos seinen weiteren Verlauf nimmt. Hier dringen seelische Schmerzen aus dem dunklen Dickicht ans graue Tageslicht, hier ertönen Klangfelder, die wie traurige Erzählungen scheinen. Von der Stimmung her erinnert mich das an so Bands wie ganz frühe Eyehategod oder Graveyard Rodeo, so düster ist das. Aber natürlich ist Arrowhead vom Sludge meilenweit entfernt. Auf Maunder bekommt man es eher mit intensivem Post-Hardcore, Ambient, Post-Rock und Emocore zu tun. Und das vom allerfeinsten und abseits von jeglichen angesagten Trends! Das hier dürfte Fans von We Never Learned To Live, Envy, La Dispute oder The Saddest Landscape hellauf begeistern. Haltet euch also ran, die EP dürfte mit einer Auflage von 200 Stück schnell vergriffen sein!

9/10

Facebook / Bandcamp / lifeisafunnything


 

Cirrus minor​ & ​The Fourth Is Bearded – „Split 12inch“ (Dingleberry Records u.a.)

Wieder mal zwei französische Bands, die mir absolut nichts sagen aber bereits seit einiger Zeit unterwegs sind. Liegt wahrscheinlich daran, dass beide Bands ohne Gesang auskommen. Bevor ihr jetzt abgeschreckt seid: die Musik beider Bands überzeugt auch ohne Gesang auf ganzer Linie, zudem ist das äußere Erscheinungsbild der 12inch vorzüglich anzusehen. Das Halfcut-Cover ist besiebdruckt, und zwar in Silber, so dass man sogar Glitzer an den Griffeln hat, wenn man das Ding aus der Schutz-Plastikhülle rausnimmt und dran schnuppern will. Aus dem Inneren flattert dann ein Downloadcode-Kärtchen und ein pinkes „Textblatt“ entgegen, auf welchem von beiden Bands in französischer Sprache abgedruckte Thankslisten zu lesen sind, zudem sind hier auch die beteiligten Labels aufgelistet: Dingleberry Records, Les disques du Hangar 221 und Emergence Records.

Die A-Seite  wird von dem Quintett Cirrus Minor in Beschlag genommen. Die Band stammt aus Evreux, einer kleineren französischen Stadt in der Normandie und bevor Cirrus Minor im Jahr 2013 das Licht der Welt erblickte, spielten die Mitglieder in Bands wie Scold For Wandering, As We Bleed, Alceste, No Junk Food und Mura Hachigu. Vielleicht klingelt es jetzt ja bei irgendwem, ich zumindest kenne außer Alceste und As We Bleed weder die anderen genannten Bands, noch ist mir Cirrus Minor jemals unter die Ohren gekommen. Die zwei Songs der Franzosen bringen es jedenfalls zusammen auf eine Spielzeit auf über zwanzig Minuten, so dass sich jeder Song bei einer Laufzeit von zehn Minuten einpendelt. Spätestens jetzt wird klar, dass wir es hier vermutlich mit einer instrumentalen Post-Rock/Post-Hardcore-Band zu tun haben. Und ja, in der Tat, außer ein paar gespenstischen Spoken Words-Einlagen gibt es auf dieser 12inch nur sehr gut abgemischte Instrumente zu hören, die sich zusammen teils mystisch, teils sphärisch, dann auch wieder hämmernd und explosiv anhören, so dass man sich wie ein zeitreisender Mensch fühlt, der verwundert die Klangwelten der verschiedenen Epochen entdeckt und sich dabei manchmal fürchtet, aber sich gleichzeitig auch wohl und geborgen fühlt. Flirrige Gitarren treffen auf verträumt gespielte Passagen, bis in einer wuchtigen Eruption auch mal runtergestimmte Gitarren und crashbeckenbetonte Drums die Post-Hardcore-Seite markieren. Das hier entfaltet erst auf Vinyl die ganze Macht!

The Fourth Is Bearded kommen aus Le Havre und wurden im Jahr 2011 gegründet. Mitglieder der Band spielten zuvor in Bands wie Taïga und  Liquid TV zudem sind einige Mitglieder auch noch bei Dog and Pony Show aktiv. Wie auch schon bei Cirrus Minor schwebt ein großes Fragezeichen über meiner Gehirnregion, die für die Speicherung von Bandnamen+Musik zuständig ist. Aber was solls. The Fourth Is Bearded scheinen trotz ihrer düsteren und traurigen Musik ziemlich lustige Typen zu sein, anders kann ich mir den Bandnamen nicht erklären. Stellt euch mal die ganzen französisch-sprachigen Leute an, die auf ein Konzert der Jungs gehen und dann von nichtsahnenden Dritten gefragt werden, wie denn nun die tolle Band da auf der Bühne heißt. Die bekommen nämlich mit Sicherheit ziemlich viel Feuchtigkeit ab, denn Lautstärke+Alkohol+die französische Aussprache des Bandnamens birgt die Gefahr eines Spucketröpfcheninfernos, haha. Nun, The Fourth Is Bearded dominieren die B-Seite mit nur einem einzigen Song, der aber knapp 15 Minuten auf den Plattenteller bringt. Das Stück beginnt sehr melancholisch, man wird regelrecht in den Bann gezogen. Ziemlich hypnotisch schraubt sich diese melancholische Stimmung hoch, bis sogar noch Schlagzeug und Bass mit einsetzen und das ganze gipfelt, indem überraschend plötzlich Gröhl-Vocals auftauchen, die sogar bis zum Ende des Songs erhalten bleiben. Auch wenn bei The Fourth Is Bearded Gesang dabei ist, gefallen mir bei diesem Release Cirrus Minor in Sachen Abwechslungsreichlichkeit ’ne Ecke besser.

Cirrus Minor Bandcamp [Stream] / The Fourth Is Bearded Bandcamp


 

lifeisafunnything-Doppel: Факел – „огни 7inch“& Hollow Jan / Факел – „Split 7inch“ (lifeisafunnything)

Факел – „огни 7inch“ (lifeisafunnything)
Habt ihr auch schon bemerkt, dass lifeisafunnything ’ne Vorliebe für farbiges Vinyl hat? Marcus macht die Welt bunt! Und er füllt sie gleichzeitig mit sagenhaft schöner Musik. Obwohl, bei dieser schnuckeligen 7inch trifft das mit der farbenfrohen Stimmung nur bedingt zu, denn die 7inch erscheint in drei etwas ausgebleichten, verwaschenen Farben: weiß, schwarz und grau marmoriert. Mein grau marmoriertes Exemplar passt jedenfalls hervorragend zur asphaltgrauen 7inch-Hülle und der dicke Foldout-Sleeve-Karton mit den aufgedruckten Texten mitsamt englischer Übersetzung und Downloadcode lässt auch keine weiteren Wünsche offen.
Факел kommen aus St. Petersburg und haben Leute von Причал/Prichal mit an Bord. Und bevor ihr jetzt vermutet, dass der Sound der Band sicherlich an den Stil von Причал/Prichal  angeglichen ist, so kann ich euch sagen: grottenfalsch getippt: Klar, Screamo und Post-Hardcore sind Elemente, die ziemlich stark vertreten sind, auch melodische und hochemotionale Momente findet man reichlich. Was jedoch ziemlich stilprägend für die Band ist, ist die Violine, die klassisch aber bestimmt in die Songs eingreift und der Band einen wiedererkennbaren Stempel aufdrückt. Verdammte Hacke, das kommt ziemlich geil rüber, v.a. bei den vertrackten Parts. Ach was, auch die ruhigen Momente profitieren davon. Man hat liebgewonnene Bands vor Augen, die ebenfalls Violinen oder Geigen eingesetzt haben. Spontan fallen mir da Cwill und ABC Diabolo ein. Ganz gelungen ist es, dass die Violine nicht dominierend gemischt ist. Sie ordnet sich unter, behält aber trotzdem an manchen Stellen die Melodieführung. Okay, an einer Stelle klingt das zwar etwas nach japanischem Computerspiel, aber ohne den Nintendo-Nerv-Faktor. Und ihr werdet es kaum glauben, ich höre auch Parallelen zu den Get Up Kids. Echt jetzt? Ja sicher, hört mal genau hin.
Stream / Bandcamp / lifeisafunnything


Hollow Jan & Факел – „Split 7inch“ (lifeisafunnything)
Von diesem kleinen Scheibchen gibt es drei Vinyl-Ausführungen: schwarz, grün, rot. Ich hab grün bekommen, sieht geil aus. Und schön bestempelte Labels, mit viel Liebe draufgebolzt. Hollow Jan waren mir bisher kein Begriff, das wird sich mit diesem Release ändern, denn der fast achtminütige Song zeigt, dass die Jungs in einem Song soviele Ideen einbauen können, wie manche Hardcore-Band auf drei Alben nicht mal gebacken bekommt. Im Verlauf des Songs kommen verschiedene Einflüsse aus Post-Rock, Emocore und Post-Hardcore zum Einsatz, dabei jagt v.a. die melancholische Schlagseite den ein oder anderen wohligen Schauer über den Rücken. Man wähnt sich in der Mitte des Songs fast in einer mystischen Welt voller Engel, in der es kein Leid und keinen Schmerz geben kann. Danach wird es zwar wieder lauter, aber wie das mit Drogen so ist, will man diesen einen Moment immer wieder haben, weshalb man danach die Nadel gleich wieder an den Anfang setzt. Hollow Jan kommen übrigens aus Südkorea und laut meiner Internet-Recherche ist die Band schon seit Jahren eine feste Größe in der asiatischen Szene. lifeisafunnything sei Dank wird die Band nun auch hierzulande ein paar wenigen Geschöpfen bekannt gemacht. Ich zumindest bin dankbar dafür und weiß dies zu schätzen.
Факел kenne ich auch erst seit kurzem, siehe oben. Diese zwei Songs machen ebenso Spaß, wie die erste EP. Man kann es kaum in Worte fassen, aber Oaken verstehen es, ihren Weltschmerz musikalisch perfekt umzusetzen. Man kann es sich ja sehr schwer vorstellen, dass eine Violine mit Hardcore und Screamo harmonieren kann, aber es gibt sie, die wenigen Ausnahmen. Subway To Sally gehören definitiv nicht dazu. ABC Diabolo und Cwill aber schon, aktuell auch Respire. Und nun auch Oaken. Gerade der zweite Song, der rockt alles weg. Die cleane Gesangslinie, danach die heiseren Screams und die galoppierenden Drums. Was mir bei Oaken am meisten gefällt: die Violine spielt eigenständige Melodien und bietet somit der Gitarre ein Gegenspiel. Und im letzten Part muss man die Gitarren wirklich fixieren, denn hier dreht die Violine voll auf, Violin Dancing sozusagen.
Stream / Факел Bandcamp / lifeisafunnything