Bandsalat: Autarch, Landbridge, Clowns, Dakhma, Down Love, It’s Not Not, Long Distance Runner, Shallov, Yöu

Autarch & Landbridge – „Split“ (IFB Records) [Name Your Price Download]
Autarch kommen aus North Carolina und zerlegen nach einem Midtempo-Intro direkt die Bude. Kann man eigentlich mit wenigen Worten beschreiben: rasend schnell, aber dennoch schön melodisch nach vorne gehender Emocrust mit keifendem Sänger und rotziger Kante, walzende Einschübe und Klimperparts inklusive. 3 Songs, 17 Minuten Spielzeit, gefällt mir super! Landbridge kommen aus Florida und schlagen in die gleiche Kerbe und die vier Songs bringen es auf eine Spielzeit von 18 Minuten. Verdammt intensiv gespielte Neo-Crust-Gitarren treffen auf Crashbeckenlastiges Schlagzeug. Hier sticht der Doppelgesang (male/female Vocals) heraus. Fans von Bands wie From Ashes Rise oder Tragedy sollten dieses Release unbedingt mal anchecken!


Clowns – „Lucid Again“ (This Charming Man Records) [Stream]
Verdammte Hacke! Diese Band aus Australien ist bisher völlig unerklärlich an mir vorbeigezogen. Kann ich gar nicht glauben, denn die neun Songs sind dermaßen geil! Und trotzdem hält sich die Mundpropaganda in Grenzen. Mal sehen, wie lange. Messerscharfe Gitarren verbünden sich mit wildem Getrommel, der Sänger ist ’ne richtige Frontsau. Den Sound der Australier kann man eigentlich gar nicht so gut beschreiben…Völlig losgelöst irgendwie! Stellt euch einfach mal eine Band vor, die das Beste aus Bon Jovi, Nirvana, Guns ’n’Roses, Kid Dynamite, Billy Talent, Lifetime und frühen Death By Stereo rausholt und das alles mit sehr viel wumms und Freude vorträgt. Rotzige Riffs, melodische Moves und sagenhafte Solis sorgen für reichlich Abwechslung. Unglaublich! Diese Band könnte richtig groß werden! Checkt das unbedingt an!


Dakhma – „Suna Kulto“ (IFB Records/Halo Of Flies) [Name Your Price Download]
Auf den bisherigen Releases der Band aus Michigan hielten sich die Songlängen in Grenzen, Suna Kulto besteht jedoch gerade mal aus zwei Songs, die jeweils an der 20-Minuten-Grenze schrubben. Das Stück East beginnt mit schönen Post-Rock-Klängen, irgendwie erinnert mich dieses Intro vom Aufbau und den Gitarren her an Bands wie We Never Learned To Live oder Earth Moves, gerade bei den „bedächtigeren“ und melancholischen Passagen, die das vorwiegend heftige Crust/Screamo/Blackmetal-Geknüppel etwas auflockern. Teilweise haben die Drums irgendwas beruhigendes an sich und klingen einlullend wie eine Dampflock, die mit Hochgeschwindigkeit über ein verrostetes Schienengleis durch die Nacht rattert. Das gespenstische Gekreische von Sängerin Claire setzt dem Ganzen dann noch die Krone auf und trotz des rasenden Tempos klingt das Ganze schön atmosphärisch mit unterschwelligen Melodien. Horcht mal rein, es lohnt sich!


Down Love – „Trust“ (Boss Tuneage) [Stream]
Down Love kommen aus Kingston Upon Thames, das ist ein Stadtteil von London. Die vier Jungs klingen aber sehr amerikanisch und machen mitreißenden Emocore mit hohem Punkrockfaktor und einigen Hardcore-Verweisen. Erinnert an alte Helden wie Brand New Unit, Hot Water Music, Samiam, Jawbreaker oder Bad Trip. Ihr bekommt elf kurzweilige Songs geboten, die die richtige Mischung zwischen Emotionalität, Power, Melodie und Intensität ausloten. Zuckersüße Gitarren und treibendes Schlagzeug, tolle Melodien und ein Sänger, der sich nicht scheut, auch mal kraftvoll ins Mikro zu jauchzen. Gefällt mir sehr gut!


It’s Not Not – „Fool The Wise“ (BCore) [Stream]
Die Mucke der katalanischen Band It’s Not Not konnte mich einst nicht so richtig packen. Irgendwie taugte mir das Disco-Punk-Zeugs der Band nicht so, damals vergötterte ich eher die Sachen, die die Bandmitglieder in ihren bisherigen Bands (Dies Irae, Tokyo Sex Destruction, Standstill und The Unfinished Sympathy) so fabrizierten. Deshalb war ich positiv überrascht, als die ersten Töne des neuen Albums meine Kopfhörer fluteten. Neun Jahre sind seit der letzten Veröffentlichung verstrichen. Da hat sich einiges getan, denn mittlerweile hören sich die Katalanier mehr nach Q And Not U, The Van Pelt oder diversen Dischord-Bands an. Sehr schönes Album, das hol ich mir irgendwann auf Vinyl!


Long Distance Runner – „No Value“ (DIY) [Stream]
Immer diese Bandcamp-Entdeckungen! Long Distance Runner kommen aus Neuseeland, dem Land der Hobbits. Jaja, es gibt Leute, die das Auenland tatsächlich mit der Stadt Auckland verwechseln. Jedenfalls handelt es sich bei Long Distance Runner um eine ziemlich junge Band, No Value ist das erste Release der Band. Die Bandmitglieder sind wohl noch in anderen Bands aktiv, was man auf diesen sechs Songs auch hören kann. An Spielfreude und Fingerfertigkeit mangelt es den Jungs jedenfalls nicht. Geboten wird mitreißender Screamo/Post-Hardcore mit schneidenden Gitarren, viel Crashbecken und leidendem Geschrei. Wenn ihr auf das Zeug von Touché Amore oder La Dispute könnt, dann solltet ihr mal ein Öhrchen riskieren.


Shallov – „Concrete & Glass“ (Ingot – Andrejco Records) [Name Your Price Download]
Shallov kommen aus Bratislava/Slowakei und machen eine Mischung aus Screamo, Emo und etwas Post-Rock. Insgesamt vier Songs sind auf der zweiten Veröffentlichung der drei Jungs enthalten, mit einer Spielzeit von 33 Minuten und Songlängen über 7 Minuten kann man sich ungefähr vorstellen, wo die Reise hingeht. Auf der einen Seite kommen hoch emotionale Passagen mit leidendem Gesang daher, dazwischen stellen sich melancholische Parts, die etwas trostlos und düster erscheinen. Die musikalische Stimmung ist durch das Coverartwork jedenfalls genau getroffen. Hört da unbedingt rein oder zippt euch die vier Songs zum Name Your Price Download direkt auf die Festplatte.


Yöu – „We Sing The Blues​.​.​.“ (Deny Records) [Name Your Price Download]
Oh yeah, es gibt immer wieder Bands, die aus dem Nichts zu kommen scheinen, von denen man niemals was mitbekommen hätte, wenn es dumm gelaufen wäre. Über Yöu bin ich glücklicherweise mal wieder beim ausgiebigen Bandcamp-Surfen gestolpert. Jaja, das Cover in Verbindung mit den Schlagworten emotive Post-Hardcore und Screamo verlockten mich sofort. Und ab dem ersten Ton gibt es kein Halten mehr. Geboten wird sieben Mal mitreißender, intensiver Post-Hardcore mit tollen Gitarren und hammergeilen Bassläufen und natürlich mit durchdringendem, emotionsgeladenen Gesang. Das Trio ist näher am 90’s Emo dran als am Screamo, zudem gefällt die rotzige Punkkante. Für Fans von 1000 Travels Of Jawaharlal, Furtive Forrest, Yaphet Kotto oder Kidcrash ist das ein Fest. Die Band kommt übrigens aus Skopje/Mazedonien. Ich bin begeistert, das würd ich gerne auf Vinyl haben!


 

Show-Review: Samiam, Fire Ants From Uranus und Kid Dad im Club Vaudeville Lindau (28.07.2017)

Was kann es besseres geben, als das Wochenende am Freitag Mittag bei ein paar gepflegten Bieren auf einer Familienfeier einzuläuten, wohl wissend, dass man rechtzeitig von einem zuverlässigen Freund – und Mitschreiber – plus Partnerin zu einem herrlichen Punk-Konzert abgeholt wird? Jackpot! Schon richtig gut vorgeglüht ging es also bei herrlichstem Sonnenschein in den frühen Abendstunden in den Club Vaudeville nach Lindau, in welchem an diesem Abend mal wieder nach längerer Live-Durststrecke die göttlichen Samiam Halt im Süden machten. War die Tour an anderen Orten der Republik bereits ausverkauft, hielt sich der Ansturm in Lindau in Grenzen, obwohl die Band dort schon einige Male spielte. Das wundert schon ein wenig, aber andererseits sind mir solche dünn besuchten Shows lieber. Auf der letzten Boy Sets Fire-Tour z.B. vor ein paar Jahren wurde man im Club fast schon zerquetscht. Nun, es wurden wohl nur wenige Karten im Vorfeld verkauft, so dass die Bühne im kleinen Foyer des Clubs aufgebaut war, sozusagen auf Augenhöhe. Sehr gute Bedingungen, zumal auch die Besucherzahlen während des Abends übersichtlich blieben. Wie zu erwarten, war der Altersdurchschnitt der anwesenden Jugendlichen – alle so um die 40 – und der Frauenanteil deutlich höher als sonst.

Als Fire Ants From Uranus (FAFU) die Show eröffneten, war der Saal übersichtlich gut gefüllt. Die Jungs aus Lindau zockten ihr Set solide runter, hierbei stach v.a. der markante Gesang von Sänger Timo im Zusammenspiel mit den melancholisch runtergezockten Gitarren hervor. Bei FAFU kann Timo noch mehr aus sich rausgehen, als bei seinen Solo-Auftritten unter dem Namen Fallstring. Jedenfalls feiere ich nach wie vor den Überhit Got Gum? ab, der live nochmals ’ne Schippe dreckiger als auf Konserve klingt. Horcht doch mal bei Gelegenheit in das Debut Tales From Uranus rein, falls ihr auf melodischen Punkrock steht.

Nach einem kleinen Umbau durften dann die mir noch nicht bekannten Kid Dad aus Paderborn ran, die nach ihrem Aussehen zu urteilen noch ziemlich jung sein dürften. Kid Dad machen so einen Mischmasch aus Indie und Grunge, live hat mich das alles an Zeugs wie Weezer, Pixies oder poppigere Nirvana erinnert. Beim Publikum kam der Sound des Quartetts glaub ich ganz gut an, mir persönlich war der Auftritt aber ein wenig zu lasch, so dass ich mir die Warterei auf Samiam mit einem weiteren Bierchen verkürzte.

Endlich waren Samiam an der Reihe. Diese Band, die mich seit der ersten Begegnung in den Neunzigern (noch in den alten Hallen des Club Vaudevilles) gefangen genommen und nicht mehr losgelassen hat. Für ein Live-Erlebnis dieser Band habe ich einst weite Strecken in Kauf genommen, auf welchen ich z.B. durch unbekannte Orte in der Schweiz fuhr, deren Namen wie unheilbare Krankheiten aus dem Mittelalter klangen. Nun, als die ersten – gut abgemischten – Töne meine Ohren trafen, war ich natürlich äußerst gespannt, ob Sänger Jason diesmal stimmlich besser in Form war, als bei unserem letzten Aufeinandertreffen im Jahr 2007, ebenfalls in Lindau. Da war der sympathische Kerl nämlich schrecklich leise und total heiser. Aber an diesem Abend war von Heiserkeit keine Spur. Jason sang mit einer kraftvollen Intensität, so dass ihm der Schweiß nach wenigen Minuten aus allen Poren rann. Und auch der Rest der Band legte eine jugendliche Spielfreude an den Tag, die man bei so mancher Jungspund-Band heutzutage vergeblich sucht.

Samiam arbeiteten sich durch die Hits ihrer bisherigen Veröffentlichungen, dabei kamen unsterbliche Klassiker wie Dull, Capsized, Sunshine, She Found You, Factory und natürlich Stepson zum Zug, die ohne Frage für reichlich Gänsehaut sorgten und vom Publikum gebührend abgefeiert wurden. Wo kann man denn heutzutage noch in einer total entspannten Atmosphäre in der ersten Reihe debil grinsend mit anderen debil grinsenden und fröhlichen Menschen zu den schönsten Songs der Welt tanzen, ohne dass man einen Sidekick in den Rücken bekommt? Anstatt dessen wird man von wildfremden Menschen umarmt, die vor Glück über die dargebotenen Songs über das ganze Gesicht strahlen und einen fast schon abknutschen wollen. Auffallend war, dass das Geschehen auf der Bühne auch nicht von lästigen Smartphone-Knipsern gestört wurde. Ähem…fast zumindest, denn als ich gezwungenermaßen selbst eines für diesen ursprünglich gar nicht geplanten Bericht knipste, kam ich mir ehrlich gesagt schon reichlich doof vor, zumal ich ja ganz genau weiß, dass Smartphone-Fotos von Bands in halbdunklen Räumen qualitativ nix taugen. Und die für immer eingebrannte Erinnerung an ein geniales Wohlfühl-Konzert wie dieses wird durch verschwommene Smartphone-Fotos auch nicht besser. Ein total schöner Abend war das!


 

Hell & Back – „Slowlife“ (Fond Of Life)

Manchmal verliert man ja ein wenig den Bezug zu Zeit und Raum. Kaum zu glauben, dass die erste Demo-EP der Stuttgarter Punkband Hell & Back auch schon wieder sechs Jahre auf dem Buckel hat. Wahnsinn! Wahnsinn gerade auch, wenn man bedenkt, dass sechs Jahre eigentlich gar keine lange Zeit ist. Nun, in dieser Zeit ist trotzdem einiges passiert. Auf die erste Demo-EP folgte eine schicke 7inch, das vielseitig gelobte Debutalbum Heartattack und die wahnsinnig tolle Split 12inch mit Perfect Youth. All diese Releases trugen dazu bei, dass Hell & Back mittlerweile zu einer beachtlichen Größe in der heimischen Punk/Hardcore-Szene herangewachsen sind. Nach unzählig geilen Liveshows, von welchen ich selbst etliche besucht habe und jedes Mal begeistert war, erscheint nun also das zweite Album der sympathischen Jungs, die auch schon vor Bandgründung mit verschiedenen anderen Bands wie z.B. Comecloser oder Morethanever für reichlich Furore in der Szene sorgten.

Wie bereits auf den drei vorangegangenen Veröffentlichungen wurde erneut die von mir sehr geschätzte Künstlerin Mara Piccione fürs Coverartwork angeheuert. Diesmal ist das Artwork aber nicht so ganz durchschaubar und lässt reichlich Platz für Interpretationen. Das Farbenzusammenspiel und die Formen sehen aber trotzdem dufte aus. Überhaupt fällt auf, dass Mara Piccione in letzter Zeit häufiger mit Form und Farbkontrasten spielt. Vielleicht hat das Ganze auch einen Bezug auf den Albumtitel? Entschleunigung und Minimalismus sind ja auch beliebte Stilelemente in der Kunst. Aber wahrscheinlich verbirgt sich hinter dem Cover eine ganz andere Geschichte. Es könnte z.B. sein, dass Mara ihrer kleinen Tochter Schere, Kleb und Papier in die Hände gedrückt hat. Natürlich mit der Bitte, ein paar schöne Formen auszuschneiden. Haha, eher nicht! Schaut mal auf ihrer Seite vorbei, da werdet ihr so ziemlich geiles Zeug entdecken (eines ihrer Plakate hatte neulich sogar ’nen kurzen Auftritt in einem Tatort auf der ARD). Nachdem man die Texte und die Musik ausgiebig eingeatmet hat, grübelt man natürlich weiter über das Cover. Plötzlich schwirren auch abwegige Gedanken im Geiste herum. In den hintersten Gehirnregionen erinnere ich mich z.B. an eine Tier-Doku, in der mich ein schwarzer Drachenfisch mit scharfem Gebiss für den Rest meines Lebens daran hindern wird, in irgendwelchen trüben Gewässern ein Bad zu nehmen. SchniSchnaSchnappi!

Nun, das mir vorliegende Besprechungsexemplar wiegt zwar gegenüber der schwarzen 180g-Ausgabe nur leichte 140g, dafür punktet die durchsichtige Aperol-Sprizz-Vinyl-Optik. Oder ist das Rosé? Keine Ahnung, denn spätestens, wenn die Nadel aufsetzt, fischt man nervös das Textblatt heraus, um die intelligenten, gesellschafts- und kapitalismuskritischen Lyrics zu studieren, die mit viel Sarkasmus angereichert sind. Wir leben in verrückten Zeiten, Intoleranz, Hass und Gewalt sind so verbreitet wie noch nie, permanente Angst und Stress machen das Leben auch nicht unbedingt angenehmer. Deshalb: Entschleunigung, yeah! Genau das predige ich seit Jahren! Einfach mal die 5 gerade sein lassen, sich keinen Kopf um morgen machen. Ich muss heut nicht zur Arbeit, zum Skaten bin ich irgendwie auch zu faul. Mal wieder was lesen, das Smartphone ausschalten, Dinge machen, die Glück hervorrufen. Deinen Mitmenschen auf der Straße ein Lächeln schenken. Mal wieder die geile Weston anhören, Black Train Jack ebenso, Lifetime und Grey Area. Die verstaubte Gitarre durch einen kräftigen Pusteblumen-Puster vom Staub befreien. Einfach erstmal ohne Strom und Amp rumklimpern…und Minuten später einstöpseln und volle Pulle auftdrehen! Wenn das alle Leute dieser Erde machen würden, dann hätten wir sicher bessere Nachrichtensendungen mit weniger Hass und Gewalt. Und nicht zu vergessen: mit Hell & Back auf den Ohren breit grinsend durch die Fußgängerzone schlendern!

Wie dem auch sei, Hell & Back klingen anno 2017 noch besser, als sie es bisher schon getan haben. Die zwölf Songs zünden spätestens nach dem zweiten Durchlauf ein gigantisches Punkrock-Feuerwerk! Songs wie der Opener Treasure Chest, das mitdtempolastige Nailed It, das geniale Fiction & History oder das hymnenhafte Cringer stechen besonders hervor und auch der Rest des Albums ist catchy ohne Ende und lässt kein Auge trocken. Da wird im Pit sicher in Zukunft noch mehr Bier verschüttet! Die Gitarren fetzen hochmelodisch und verspielt, während die Drums treibend nach vorne gehen und der Bass munter knödelt, was das Zeug hält. Und darüber die unverkennbar hohe und kraftvolle Stimme von Sänger Vuki, die an manchen Stellen mit mehrstimmigen und hymnenartigen Bandchören unterstützt wird. Allerfeinste Sahne! Der Sound kommt absolut klar und druckvoll aus den Lautsprechern, jedes Instrument hat seine Daseinsberechtigung. Das Mastering hat diesmal Jack Shirley/Atomic Garden erledigt und wie ihr auf diesen Seiten schon öfters lesen konntet, hat er dies erneut mit Bravour gemeistert. Ich liebe den satten Sound, der trotzdem noch eine gesunde Portion Dreck drin hat. Hell & Back katapultieren sich mit diesem Album definitiv noch weiter an die Speerspitze der deutschen Punkszene. Slowlife ist ganz großes Kino! Und auch wenn man jeden Bissen 30 Mal kauen sollte, bevor man ihn runterschluckt: dieses Ding sollte man hastig und mit gierig starrenden Augen verschlingen, so dass man sich nach 3-4 mal Nachschöpfen richtig fertig auf dem Sofa ein Verdauungsschläfchen genehmigen kann.

9/10

Facebook / Bandcamp / Fond Of Life


 

Bandsalat: Backflip, Black God, Captain Caveman, Captain We’re Sinking, Goddamnit, Good Times, Portrëit, Puerto Hurraco Sisters

Backflip – „The Brainstorm Vol. II“ (Hellxis Records) [Stream]
Es ist noch gar nicht lange her, dass ihr bei uns eine wohlwollende Kritik zum Vorgänger Brainstorm Vol. I lesen konntet. Nun, der direkte Nachfolger ist nicht weit entfernt von der Durchschlagskraft des Vorgängers. Scharfe Gitarrenriffs, die moshend und melodisch alles zerstören, ein Bass der zusammen mit dem Schlagzeug fett nach vorne geht, dazu noch die kraftvollen Vocals von Sängerin Inês, die dem ganzen noch die Krone aufsetzen. Schön oldschoolig alles. Wenn ihr auf Zeugs wie Good Riddance, H2O, Ignite oder frühe Comeback Kid könnt, dann…ja dann! Und selbst wenn nicht! Dann erst recht!


Black God – „Four“ (No Idea Records) [Stream]
Eigentlich braucht man zu dieser Band nicht mehr viel schreiben. Rob Penningtons Stimme erkennt man einfach sofort wieder, so dass man gleich dieses Grinsen ins Gesicht bekommt, sobald der Gesang einsetzt. Schön knödelig und groovy schleudern die alten Recken insgesamt sechs Songs um sich, die irgendwo zwischen Post-Hardcore, Hardcore, Punk und Post-Punk eingeordnet werden können. Insgesamt fällt auf, dass auf Four die Hardcore-Anteile etwas zurückgeschraubt wurden, dafür kommt dieser groovy High Energy-Post-Punk mehr zur Geltung. Für Leute, die die letzte Deadverse abgefeiert haben, dürfte Four genauso interessant sein wie für langjährige Fans der bisherigen Bands der vier Bandmitglieder.


Captain Caveman – „Failed Species“ (Wooaaargh) [Name Your Price Download]
Powerviolence aus Trier? Alleine das Cover erinnert mich an die Zeit, als man frühe Platten von Napalm Death und den Electro Hippies für seine pickligen Freunde auf C-60-Tapes aufnahm und aufgrund der ca. 156 Songtitel fast Blasen an den Fingern vom schreiben bekam oder es gleich aufgab und einfach gar keine Titel aufschrieb. Hinterher kamen dann Beschwerden, dass man die Tapes nicht ordentlich beschriften würde und man sich bei solch einem Sound das Kreuzchen bei Noise Reduction ja wohl verkneifen könne. Ja, dieser abgefuckte Highspeed-Sound erinnert mich in seiner Rohheit und Brutalität an meine verkorkste Jugend. Sprüche wie „Jugendliche brauchen Rente, keine Arbeitsplätze“ waren damals in aller Munde. Und ich glaube auch, dass der weihwasserspuckende und keifende Sänger absolut überzeugt von dem ist, was er ins Mikro brüllt.


Captain, We’re Sinking – „The King Of No Man“ (Run For Cover) [Stream]
Vier Jahre nach dem letzten Album The Future Is Cancelled hat sich bei dem Quartett aus Pennsylvania einiges getan. Insgesamt sind die Jungs softer und emotionaler geworden, die 90er-Emo-Anteile und eingängiger Gitarren-Indierock überwiegen auf den elf Songs deutlich, auch wenn hin und wieder die Punkkeule rausgeholt wird, wie bei Don’t Show Bill z.B.. Obwohl es bereits beim ersten Durchlauf ein paar Passagen gibt, die aufhorchen lassen, braucht das Album ein paar weitere Runden, bis es richtig zündet. Dabei bemerkt man, dass trotz der poppigen Eingängigkeit immer wieder sperrige Parts auftauchen. Wenn ihr euch eine Mischung aus dem poppigen Zeug von Bands wie Pale (kennt die noch jemand?), Tiny Moving Parts, Modern Baseball, Brand New mit dem verschwurbelten Sound von Bands wie mewithoutyou oder Mid Carson July vorstellen könnt, dann solltet ihr das Ding mal anhören. Also, mir gefällt das!


Goddamnit – „I’ll Never Be Okay, I’ll Never Be the Same“ (Jump Start Records) [Stream]
Herrlich altmodischen 90’s Emo bekommt ihr auf dem zweiten Album dieser mir bis dato völlig unbekannten Band aus Philadelphia auf die Ohren. Die Jungs spielen sich mit diesen elf Songs direkt ins Herz, da leuchten die Äuglein bereits nach dem ersten Durchlauf. Schön treibender, aber dennoch emotionaler Punkrock, nicht unähnlich den ersten Sachen von Hot Water Music, der Sänger hat allerdings eine wärmere Stimme. Da hat man direkt Bands wie Lifetime, Samiam, Black Train Jack, Jawbox oder Hell & Back in den Ohren. Sehr schöne Gitarren treffen auf treibende Drums und hymnischen Gesang. Absoluter Geheimtipp!


Good Times – „Late Bloom“ (DIY) [Name Your Price Download]
Manchmal findet man gerade beim Bandcamp-Surfen Zeugs, das sofort zündet. Diese vier Songs des Trios aus San Francisco verursachen direkt schwitzende Handflächen und lassen mich wild vor der Anlage zappeln. Zuckersüß melancholische twinkle Gitarren, die die herrlichsten Melodiebögen aus dem Ärmel schütteln lassen die Sonne aufgehen, während ein heiserer und leidender Sänger alles gibt, was tief in der Seele sitzt. Sehr intensiver emotive Screamo! Geil auch das Smiths-Cover mit den fast Shoegaze-mäßigen Gitarren als Rausschmeißer. Bitte mehr davon, diese vier Songs machen tierisch Spaß!


Portrëit – „Demotape“ (Dingleberry Records) [Name Your Price Download]
Bei dieser neuen Band aus Giessen leben Leute von Faltre und Knife Trade ihre Vorliebe für chaotischen Screamo á la Ampere, Tristan Tzara, Orchid, La Quiete, Cease Upon The Capitol oder Funeral Diner aus. Nach einem sachten Intro wird man direkt und völlig unerwartet von einer Druckwelle erfasst, die einen in einen Strudel des Wahnsinns hineinzieht. Herzzerreißendes Gekeife trifft auf messerscharfe Gitarren, die melancholische Melodien runterschmettern. Ich liebe diese Gitarren! Dazu kommt ein Schlagzeuger, der vertrackte Rhythmen und Highspeed-Knüppelattacken gleichermaßen beherrscht. Von den Texten versteht man leider so gut wie gar nichts, die zwei Songs tragen auch keine richtigen Titel, zudem hat es den Anschein, dass die beiden über siebenminütigen Songs aus mehreren verschiedenen Teilen bestehen und in einem Rutsch im Proberaum live eingeprügelt wurden. Und genau deshalb hat die Aufnahme so etwas unheimlich intensives und lebendiges an sich. Für ein erstes Lebenszeichen legen die Jungs und das Mädel am Bass jedenfalls die Latte verdammt hoch. Gerade der zweite Song B hat alles, was guter intensiver emotive Screamo braucht. Eine Wucht!


Puerto Hurraco Sisters – „Goin‘ Out“ (Rookie Records) [Stream]
Wow, was ist das denn? Frank Rahm, bekannt von den Spermbirds, Walter Elf und Kick Joneses musiziert bei den Puerto Hurraco Sisters zusammen mit einem jungen Posaunisten und der Hälfte der Wiesbadener SkaPunkSoul-Helden von Frau Doktor. Und bevor ihr jetzt schreiend davon rennt, weil man euch mit Ska verjagen kann, solltet ihr da unbedingt reinhorchen. Denn das, was die Puerto Hurraco Schwestern da vom Stapel lassen, klingt absolut frisch und macht Laune. Zwischen Soul-Jazz, Hardbob, jamaikanischer Tanzmusik, Surfmucke, Reggae und etwas Uptempo-Ska hört man hier aus jedem Ton den Spaß und die Freude der Musiker raus. Die acht Songs der Debutscheibe sind kurzweilig, eingängig und abwechslungsreich ohne Ende. Neben vier Eigenkompositionen sind vier Coverversionen (u.a. Stevie Wonder) zu hören. Sind live sicher ein Knaller!


 

Westkust – „Last Forever 12inch“ (Through Love Rec.)

Ob ich auf eine Band wie Westkust ohne das Engagement eines Herzblut-Labels wie Through Love Rec. jemals gestoßen wäre, bezweifle ich gründlich. Westkust kommen zwar aus Schweden, da wimmelt es ja vor göttlichen Bands, aber irgendwie ist man trotz Internet nicht nah genug am Untergrund dran, um alle Bands zu erfassen. Und das ganze Zeug, das auf Labels wie z.B. Run For Cover erscheint, kann man ja auch nicht ständig überwachen.

Nun, Last Forever erschien zwar ursprünglich auf dem schwedischen Label Luxury, die Platte kam aber auch auf Run For Cover unter das Volk. Davon bekam ich aber vorerst gar nix mit. Erstmals erfuhr ich von dieser Band, als Paul von Through Love Rec über das 2015er-Westkust Album schwärmte und dieses als eines seiner 2015-er Lieblingsalben bezeichnete. Und wenige Wochen nach dieser Bekanntmachung schneit hier die frisch gepresste 12inch ins Haus, auf welcher es auf der B-Seite sogar noch die Junk-EP zu hören gibt. Wie geil ist das denn?

Ziemlich geil, denn die Band interessierte mich beim digitalen reinhören überhaupt nicht. Vielleicht hatte ich damals einen schlechten Tag, zum jetzigen Zeitpunkt kann ich das nicht mehr nachvollziehen. Vielleicht liegt es aber auch aktuell daran, dass ich die Nachtruhe meiner Mitbewohner/innen berücksichtigte und die Scheibe ihre Runden drehte, während ich den Kopfhörer laut aufgedreht auf der Rübe hatte. Und plötzlich sieht alles ganz anders aus. Da hat man die Hülle in der Hand, die punkigen Fotos erinnern an eine Zeit, in der man selbst in Bands gespielt hat und solche vor jugendlicher Wildheit strotzenden Fotos ebenfalls den Schrank im Jugendzimmer verzierten.

Gleich der erste Song zaubert Dir ein Lächeln ins Gesicht, die Gitarren flirren Shoegazer-mäßig vor sich hin, The Cure und Lush schielen ständig um die Ecke. The Cure wegen den gefühlvoll gespielten Gitarren, Lush wegen dem unter die Haut gehenden weiblichen Gesang. Swirl ist dann auch einer der eingängigsten Songs des Albums, das Ding möchte man laut aufgedreht hören, wenn man mit offenem Fenster im Auto durch die Nacht rauscht. Das soll nicht heißen, dass der Rest nicht minder eingängig wäre. Songs wie Dishwasher, Weekends oder Jonna brennen sich nach wenigen Durchläufen bereits ins Gehör, während andere Stücke wie Another Day oder Summer 3D ein paar mehr Runden brauchen, bis sie angekommen sind. Stellt euch einfach mal ’ne Mischung aus den bereits erwähnten Bands und neuerem Zeug wie Pity Sex, Mumrunner und If They Ask, Tell Them We’re Dead mit einem Schuss eintöniger Auswegslosigkeit der Smiths vor, dann wisst ihr ungefähr, was euch erwartet.

8/10

Facebook / Bandcamp / Through Love Rec.


 

Shakers – „Selftitled 7inch“ (lifeisafunnything u.a)

Packpapier ist das neue Gold für Vinylfetischisten, die sich außer Vinyl nichts leisten können/wollen. Und wenn der goldene – eigentlich beige – Karton auch noch besiebdruckt ist, dann steigt der Liebhaber-Wert rapide an. Wenn dann jedes Exemplar auch noch etwas anders aussieht, dann freut sich das Sammlerherz umso mehr. Bei meiner Ausgabe wurde zuviel schwarze Farbe aufgetragen, so dass der Bandname nur erahnt werden kann. Das flaschenbiergrüne Vinyl sieht aber dufte aus. Die Texte der vier Songs sind leider nur auf einem CD-Cover-großen Blatt abgedruckt, dementsprechend klein sind die Buchstaben. Brillentragende Blogschreiber bleiben dadurch blöd. Aber dank Bandcamp kann man das Zeug auch so nebenher lesen, so dass man immer auf dem laufenden ist.

Alles aber egal, denn die Musik, die man beim Aufsetzen der Nadel auf die Ohren bekommt, packt einen von der ersten Sekunde an am Schlawittchen. Der Opener Heaving beginnt mit ’nem Drum-Intro, danach setzen schrammelige Gitarren ein und zur Krönung schreit sich der Sänger voller Leidenschaft den Hals blutig. Bis dann nach einer Minute des schieren Wahnsinns ganz andere Töne zeigen, dass die Band auch softer kann. Melancholisch gespielte Gitarren lockern das Szenario ein wenig auf. Mit diesem ersten Song steckt die Band gleich mal die Richtung ab, der Herschmerz dominiert gerade in Heaving immens, permanentes Bedauern inklusive. Auch die nachfolgenden drei Stücke lassen einen Blick in die Seele des Sängers erhaschen, die Texte sind sehr persönlich, zudem zaubern die sich duellierenden Gitarren ganze Gänsehaut-Autobahnen auf den Rücken. Die fünf Jungs haben es jedenfalls super drauf, Spannung zu erzeugen, gleichzeitig faszinieren diese plätschernden Midtempo-Passagen wie bei Shin, Shin, Shin. So lasse ich mir emotive Post-Hardcore gefallen, der Sound der Band läuft mir supergut rein.

Die Mitglieder der Band kommen übrigens aus Wiesbaden und Mainz und sind aus der Asche der Band Snakes And Lion entstanden, zudem ist noch ein Mitglied der Band Burke mit an Bord. Die vier Songs sind laut Textblatt bereits im Jahr 2014 aufgenommen und gemischt worden, zugleich verspricht die Band, dass das nächste Release nicht so lange auf sich warten lassen wird. Ja bitte, denn ich möchte schnell mal Nachschub! Wenn ihr auf Post-Hardcore der Marke Touché Amore, The Tidal Sleep oder La Dispute steht, dann solltet ihr dieses kleine Juwel schnell mal bei einem der am Release beteiligten Label (lifeisafunnything, Miss The Stars, I.Corrupt Records) bestellen.

8,5/10

Facebook / Bandcamp / lifeisafunnything


 

Pettersson & Det Är Därför Vi Bygger Städer – „Split 7inch“ (Koepfen u.a.)

Es ist zwar eine sehr kurze 7inch – sie dauert lediglich knapp fünf Minuten – aber dafür hat sie alles, was eine saftige DIY-7inch braucht. Zum einen sind da zehn namhafte Labels beteiligt, die allesamt mit Liebe und Herzblut bei der Sache sind. Zum anderen sind da diese zwei Bands, die in der europäischen Undergroundszene schon einen festen Namen haben, obwohl beide Bands noch gar nicht so lange existieren.

Die 7inch ist optisch schonmal richtig ansprechend: das Cover ist eigentlich ganz schlicht gemacht, aber es wirkt so verdammt persönlich. Genau das ist es, was ich an DIY-Split-Releases so liebe! Man nimmt umweltfreundliches beigefarbenes Packpapier, druckt in schwarzer Farbe die Bandnamen drauf und pinselt mit einer mit weißen Farbe eingepinselten Druckvorlage-Rolle drüber. Ach ja, davor haut man noch den Label-Stempel drauf, mit aller Kraft und Liebe natürlich. Während man diesen künstlerischen Beschäftigungen nachgeht, dröhnt schöner 90er-Emo aus den Lautsprechern der heimischen Anlage. Am Besten ein Mixtape mit Bands wie I Hate Myself, Shotmaker, Orchid, Indian Summer oder Yaphet Kotto. Mit ein wenig Glück hat man noch ein paar Helfer/innen, die immensen Spaß an der Sache haben, denn das Aufkleben des schwarz-weiß-Polaroids mit dem Schiffchen drauf kann auf Dauer ganz schön anspruchsvoll sein, da krumm aufgeklebte Polaroids nur in Teenie-Poesie-Alben kleben sollten.

Die Debutscheibe Rift And Seam der Wiener Band Pettersson kam mir leider nie ins Haus geflattert, obwohl da so viele Labels dran beteiligt waren, die immer gerne was zuschicken. Schade eigentlich, da hätte ich wirklich gern was dazu geschrieben, leider ging das irgendwie unter. Nun, die Österreicher klingen hier sehr amerikanisch, italienische und französische Screamo-Einflüsse hört man auch noch raus. Songtitel sind auf der 7inch leider nirgends abgedruckt, aber dank Bandcamp erfährt man, dass das etwas über drei Minuten dauernde Stück den Titel Sensory Deprivation > Motion Sickness trägt. Die ruhige Anfangssequenz mit den cleanen Gitarren und dem zurückgelehnten Schlagzeug lässt bereits die ein oder anderen Nackenhärchen aufstehen, aber spätestens, wenn die Gitarren flirrend zu Soundwänden aufsteigen und der Sänger leidenschaftlich jauchzt und leidet, hat man einen ganzen Krokodilpanzer am Rücken. Sehr geiler Song!

Bei den Schweden Det Är Därför Vi Bygger Städer sind Leute mit dabei, die vorher bei den sagenhaften Careless gespielt haben. Der Song Reverse Polarity dauert zwar nur eine Minute und 41 Sekunden, dafür packt er dich sofort am Kragen und schnürt Dir für die restliche Laufzeit die Kehle zu. Die Gitarren kommen locker aus der Hand gespielt, dazu dieser heulend-leidende Gesang und die teils wild rüberkommenden Drums, die sehr crahbeckenlastig gespielt werden. Ach herrje, beide Bands sollten ziemlich schnell mal neue Sachen rausschmettern, das hier macht definitiv tierischen Kohldampf! Neben koepfen records sind noch Dingleberry Records, Through Love Rec., My Name Is Jonas, Pundonor Records, Hardcore For The Losers, Krimskramz, Zilp zalp Records, Rubaiyat Records und time as a color beteiligt.

8,5/10

Bandcamp / Koepfen