La Petite Mort & Maskros – „Split 7inch“ (lifeisafunnything)

Zwei der derzeit hottesten Post-Hardcore-Bands der deutschen Szene teilen sich ein kleines Scheibchen – als Zeichen ihrer Freundschaft. Dass solche Freundschafts-Releases bleibenden Eindruck hinterlassen, haben auch schon andere Bands bewiesen, ich denke dabei an Svalbard und Pariso, We Never Learned und Human Future oder an Coalesce und Boy Sets Fire. Wenn dann auch noch ein dritter Verbündeter (Marcus/lifeisafunnything) diese Freundschaft tatkräftig unterstützt, dann passt das Ergebnis optimal. Beide Bands haben sich durch etliche Live-Auftritte einander angenähert und sich für sympathisch empfunden. Anstelle eines gegenseitigen Poesiealbumeintrags sollte es wohl etwas Persönlicheres sein: es waren Songs vorhanden, die in einer gemeinsamen Videosession aufgezeichnet werden sollten. Ein Glück, dass diese Songs nun auch auf Vinyl erhältlich sind!

Vom Artwork her ist das Ganze sehr schlicht gehalten. Es wird mit der Neugier gespielt, ein eventuell im Studio entstandenes Foto vom Crashbecken eines Schlagzeugs sagt doch wirklich absolut gar nichts zur auf der 7inch verewigten Mucke aus. Könnte durchaus auch eine Jazzband am Start sein, die keinen Bock hat, ’ne Jazztrompete auf’s Cover zu packen. Dazu sind die Bands plus Songtitel und Songlängen auf der zusammenhaltenden Cellophanhülle aufgedruckt. Nette Idee! Obendrein gibt es natürlich neben einem Downloadkärtchen ein zusätzliches Schmankerl in Form von zwei Text-Blättern, bebildert und mit weiteren Infos versehen. Neben den Texten ist dann auch noch die Entstehungsgeschichte der 7inch dargestellt. So grob habt ihr das bereits weiter oben gelesen. Die Labels der kleinen Scheibe (A-Seite weiß, B-Seite schwarz) sind jeweils mit einer netten Zeichnung versehen.

La Petite Mort / Little Death rocken buchstäblich die A-Seite. Nach dem Rückkopplungsintro von The Brief Loss, Or Weakening Of Consciousness groovt die Hölle los, was für ein geiles Gitarrenriff! Der Song geht gleich ins Ohr und besteht dennoch aus verschiedenen Songfragmenten. Der Sound lässt Erinnerungen an Bands wie Refused oder At The Drive-In aufleben, als die in ihrer Höchstform waren. 4 Minuten und 12 Sekunden voller Power! Zappelig, energiegeladen, intensiv! Besser kann man’s wirklich nicht machen! Maskros schließen direkt am Song von La Petite Mort / Little Death an. Bearer beginnt mit diesen flächigen Gitarren und bahnt sich schleppend seinen Weg. Gequälter Gesang trifft auf kräftig und präzise gespielte Drums und melancholisch gezockte Gitarren und spätestens beim Refrain, als im Hintergrund noch eine zweite Stimme dazukommt, ist die Gänsehaut perfekt!

Die B-Seite beinhaltet ein fast siebenminütiges, improvisiertes Stück, an dem beide Bands zusammen in einem Raum eine Art Jam-Session abgehalten haben, ohne vorher etwas abgesprochen zu haben. Nette Idee! Zwei Drum-Sets, zwei Gitarren, zwei Bässe, kein Gesang. Das Stück zeigt, wieviel Potential in beiden Bands steckt. Trotzdem wird in Zukunft hauptsächlich die A-Seite mit dem Gesicht nach oben auf dem Plattenteller liegen! Und hoffentlich dauert es nicht allzu lange, bis beide Bands neues Material am Start haben! Schaut euch also mal kurz das Video weiter unten an und holt euch anschließend dieses energiegeladene Scheibchen, bei dem das Herz am richtigen Fleck sitzt!

9/10

Bandcamp / lifeisafunnything


 

Hell & Back – „Slowlife“ (Video)

Die Jungs von Hell & Back bescheren uns mit einem tollen neuen Video zum Song Slowlife, in dem tonnenweise Arbeit, Herzblut und ganz viel Liebe zum Detail drin steckt. Das drollige Ding erscheint gerade rechtzeitig, um noch ein paar unentschlossene Menschen vom Sofa zu locken, wenn die Stuttgarter Ende Oktober mit den Resolutions auf Tour gehen. Hier mal die Tourdaten:

27.10. Rorschach (CH) @ Treppenhaus
28.10. Wangen @ Tonne
29.10. Stuttgart @ Kap Tormentoso
30.10. Zürich (CH) @ Hafenkneipe


 

Video-Fünfer: Hell & Back, Sorority Noise, Bare Teeth, Hightower, Viva Belgrado

Hell & Back stellen mit Nailed It  einen neuen Song aus ihrem am 30.06.17 erscheinenden Album „Slowlife“ vor. Wie schon das Debut wird das zweite Album der Punkrock Band wieder beim Label Fond Of Life Records veröffentlicht. Schaut doch mal rüber zu den Jungs, vielleicht spielt die Band anlässlich des Releases bei euch um die Ecke.


Sorority Noise wurden mit Ihrem dritten Album „You’re Not As ____ As You Think“ zurecht überall abgefeiert. Jetzt gibts zu No Halo auch noch ein intensives Video zu sehen.


Die französischen Punkrocker Bare Teeth kommen mit einer brandneuen EP namens „First the Town, Then the World“ um die Ecke. Ein Video zum Song Parted Ways haben die Jungs ebenfalls am Start. Und wie bei Franzosen so üblich, geht es hier wiedermal um die Liebe.


 

Auch die französischen Pop-Punks von Hightower haben ein Video zum Song The Party abgedreht, das kommende Album namens „Club Dragon“ wird auch bald erhältlich sein.


Viva Belgrado haben mit Ulises im Jahr 2016 ein saustarkes und intensives Album veröffentlicht. Zum Song Annapurnas gibt es jetzt ein nettes Video zu sehen. Die Band aus Córdoba macht wohl bei der Aktion „Mein schöner Proberaum“ mit?


 

Nostalgie-Video-Vierer: Rostok Vampires, Queerfish, Dimple Minds, Hard-Ons

Zu Halloween kommt heute ein kleiner Nostalgie-Video-Vierer. Gänsehaut garantiert!


Ha, die Rostok Vampires haben mir mit Songs wie Ignorance fucking viel bedeutet, darum müssen sie hier mit diesem Grusel-Video den Auftakt machen. Und ja, es gibt heute keine alphabetische Reihenfolge.


Queerfish hatten echt bessere Songs wie diesen hier. Hört euch mal Sea Of Hope oder Picture an. Aber trotzdem geil! Sind das lebende Tote im Video?


Tja, und jetzt kommt das absolute Enthüllungsvideo: vor ziemlich genau 26 Jahren hatten die Neubauten noch mehr Zeit zu trocknen, da die Bauarbeiter mit dem Zeugs beschäftigt waren, das ihr im Video bestaunen könnt. Kein Wunder, dass die neuen Buden in kürzester Zeit zu Schimmeln anfangen. Rotten To Death oder so…und hier kommen die Dimple Minds…Warum gruselig? Na, vergleicht mal die Typen aus dem Video mit den aktuellen Facebook-Bildern der Jungs. Tja, auf dem Bau altert man halt doppelt so schnell, deshalb sagen wir „nein“ zur Rente mit 67.


Zu guter Letzt: Ein Video von den Hard-Ons. Die Dickcheese-LP hab ich leider in ’nem Moment des Irrsinns gegen eine CD getauscht (There was a time, when I thought about you, schluchz). Total gruselig, ich verachte mich deshalb. Aber es geht noch gruseliger: die persönliche Erinnerung an ein Konzert der Hard-Ons zusammen mit Bomb Disneyland im Jugendhaus Ravensburg Ende der Achtziger, das von einer Horde Nazi-Skins brutalst überfallen wurde. Der Überfall war so massiv, dass sogar der Spiegel und die öffentlich-rechtlichen TV-Sender Bericht erstatteten.


 

Video-Vierer: Captain Planet, Ithaca, Tiny Moving Parts, We Never Learned To Live

Vom Ende An, dieser erste neue Song vom kommenden Captain Planet-Album Ein Ende bockt so unheimlich geil. Ich freu mir ein Loch in den Bauch auf die Platte!


Ithaca haben wir euch ja neulich schon im Rahmen einer Bandsalat-Runde mit ihrer neuen EP Trespassers vorgestellt. Hier also nun das Video zum Song Otherworldly, das bebildert nochmal ’ne Schippe Wucht draufsetzt.


Dass Tiny Moving Parts sehr geile Videos am Start haben, das weiß man ja mittlerweile. Das Video zu Headache vom neuen Album Celebrate solltet ihr euch deshalb unbedingt anschauen. Geiler Song.


Auch wenn mir die Augen flimmern, nachdem ich mir drei mal in Folge dieses geniale Live-Video des Songs Twitching With Every Apology der Band We Never Learned To Live angeschaut habe, klicke ich ein weiteres Mal auf Repeat. Geile Band, muss ich unbedingt bald wieder live sehen.


 

Video-Vierer: Tripsitter, Arpen, Alkerdeel, Wallflower

Keine Ahnung, ob Tripsitter bereits irgendeinen Tonträger veröffentlicht haben, auf der Bandcamp-Seite sieht es momentan mager aus. Aber das Video zum Song Metamorphose kann sich sehen lassen. Bin gespannt, was man von der Band aus Navis/Österreich noch hören wird.


Arpen kennt man u.a. von A Forest, bei dem Video zu For How Long, How Long vom im Oktober folgenden Album hat er sich mit dem Filmemacher Tobias Schuetze zusammengetan, herausgekommen ist ein Video mit ungewöhnlichen Kameraperspektiven.


Auf in den Circle Pig, die belgische Blackmetal/Doom/Crust-Band Alkerdeel hat zum Song Lede ein Blackmetal-untypisches Video zusammengebastelt.


Auch die UK-Emo-Grunger Wallflower haben einen neuen Song, zu dem sie gleich ein Video abgedreht haben. Sleep Forever heißt das gute Stück.


 

Videosammlung: Adam Angst, Sleep Kit, Kishote, Household, Love A

Auch wenn die Musik von Adam Angst nicht so ganz meinen Nerv trifft: das Video zu „Splitter von Granaten“ ist echt klasse.


Sleep Kit sind mit neuen Album im Gepäck derzeit in Europa unterwegs, das Video zu „Standby Me“ macht bestimmt nicht nur mich neugierig auf den Rest des Albums.


Das tolle Album von Kishote wurde ja bereits angepriesen, hier könnt ihr das Video zu „Mit Feuer regeln“ sehen. Das Review zur Platte könnt ihr hier lesen.


Eigentlich wollte ich das Video von Household im Rahmen des „Time Spent“-Reviews posten, hab’s aber dann völlig verbummelt. Aufgrund meines schändlichen Scheiterns also jetzt das Video zu „Sway“.


Love A haben auch einen neuen Clip am Start. Im Video zu „Toter Winkel“ wird das jugendliche Provinzdasein zwischen Freude, Trauer, jugendlichem Leichtsinn und immenser Zukunftsangst ganz gut eingefangen. Da erkennt sich der oder die eine sicher wieder.


 

Videosammlung: Statues, Neufundland, Leitkegel, Vögel Die Erde Essen, Wake The Dead

Die australische Band Statues hat seit (ähem) kurzem ein Video zum Song „Oh Precious Commodity“ vom 2015er-Album „Together We’re Alone“ am Start. Blieb irgendwie bisher liegen, aber besser spät als nie…


Die Kölner Band Neufundland steht für deutschsprachige Musik zwischen Pop und Elektronik. Im tollen Video zu „Rückenwind Pt II“ lassen sich dann doch auch ein paar Punkrockwurzeln erkennen.


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Video: The Liberation Service – Calamity Physics (Part I & II)

Das zweite Album Calamity Physics der Grazer Band The Liberation Service ist dieser Tage auf dem sympathischen Wiener Label Schall & Rauch Platten erschienen. Die Band präsentiert darauf eine eingängige und gleichzeitig auch vielschichtige Mischung aus Indierock, Powerpop, etwas Emo und Folk. Das Album wurde live in einem alten Bauernhaus aufgenommen, um der Aufnahme die nötige Authentizität zu verleihen und die Live-Energie der Band einzufangen. Von den erstklassigen Live-Qualitäten der Band könnt ihr euch auch im Video zu Calamity Physics (Part I + II) überzeugen lassen.