Show-Review: Samiam, Fire Ants From Uranus und Kid Dad im Club Vaudeville Lindau (28.07.2017)

Was kann es besseres geben, als das Wochenende am Freitag Mittag bei ein paar gepflegten Bieren auf einer Familienfeier einzuläuten, wohl wissend, dass man rechtzeitig von einem zuverlässigen Freund – und Mitschreiber – plus Partnerin zu einem herrlichen Punk-Konzert abgeholt wird? Jackpot! Schon richtig gut vorgeglüht ging es also bei herrlichstem Sonnenschein in den frühen Abendstunden in den Club Vaudeville nach Lindau, in welchem an diesem Abend mal wieder nach längerer Live-Durststrecke die göttlichen Samiam Halt im Süden machten. War die Tour an anderen Orten der Republik bereits ausverkauft, hielt sich der Ansturm in Lindau in Grenzen, obwohl die Band dort schon einige Male spielte. Das wundert schon ein wenig, aber andererseits sind mir solche dünn besuchten Shows lieber. Auf der letzten Boy Sets Fire-Tour z.B. vor ein paar Jahren wurde man im Club fast schon zerquetscht. Nun, es wurden wohl nur wenige Karten im Vorfeld verkauft, so dass die Bühne im kleinen Foyer des Clubs aufgebaut war, sozusagen auf Augenhöhe. Sehr gute Bedingungen, zumal auch die Besucherzahlen während des Abends übersichtlich blieben. Wie zu erwarten, war der Altersdurchschnitt der anwesenden Jugendlichen – alle so um die 40 – und der Frauenanteil deutlich höher als sonst.

Als Fire Ants From Uranus (FAFU) die Show eröffneten, war der Saal übersichtlich gut gefüllt. Die Jungs aus Lindau zockten ihr Set solide runter, hierbei stach v.a. der markante Gesang von Sänger Timo im Zusammenspiel mit den melancholisch runtergezockten Gitarren hervor. Bei FAFU kann Timo noch mehr aus sich rausgehen, als bei seinen Solo-Auftritten unter dem Namen Fallstring. Jedenfalls feiere ich nach wie vor den Überhit Got Gum? ab, der live nochmals ’ne Schippe dreckiger als auf Konserve klingt. Horcht doch mal bei Gelegenheit in das Debut Tales From Uranus rein, falls ihr auf melodischen Punkrock steht.

Nach einem kleinen Umbau durften dann die mir noch nicht bekannten Kid Dad aus Paderborn ran, die nach ihrem Aussehen zu urteilen noch ziemlich jung sein dürften. Kid Dad machen so einen Mischmasch aus Indie und Grunge, live hat mich das alles an Zeugs wie Weezer, Pixies oder poppigere Nirvana erinnert. Beim Publikum kam der Sound des Quartetts glaub ich ganz gut an, mir persönlich war der Auftritt aber ein wenig zu lasch, so dass ich mir die Warterei auf Samiam mit einem weiteren Bierchen verkürzte.

Endlich waren Samiam an der Reihe. Diese Band, die mich seit der ersten Begegnung in den Neunzigern (noch in den alten Hallen des Club Vaudevilles) gefangen genommen und nicht mehr losgelassen hat. Für ein Live-Erlebnis dieser Band habe ich einst weite Strecken in Kauf genommen, auf welchen ich z.B. durch unbekannte Orte in der Schweiz fuhr, deren Namen wie unheilbare Krankheiten aus dem Mittelalter klangen. Nun, als die ersten – gut abgemischten – Töne meine Ohren trafen, war ich natürlich äußerst gespannt, ob Sänger Jason diesmal stimmlich besser in Form war, als bei unserem letzten Aufeinandertreffen im Jahr 2007, ebenfalls in Lindau. Da war der sympathische Kerl nämlich schrecklich leise und total heiser. Aber an diesem Abend war von Heiserkeit keine Spur. Jason sang mit einer kraftvollen Intensität, so dass ihm der Schweiß nach wenigen Minuten aus allen Poren rann. Und auch der Rest der Band legte eine jugendliche Spielfreude an den Tag, die man bei so mancher Jungspund-Band heutzutage vergeblich sucht.

Samiam arbeiteten sich durch die Hits ihrer bisherigen Veröffentlichungen, dabei kamen unsterbliche Klassiker wie Dull, Capsized, Sunshine, She Found You, Factory und natürlich Stepson zum Zug, die ohne Frage für reichlich Gänsehaut sorgten und vom Publikum gebührend abgefeiert wurden. Wo kann man denn heutzutage noch in einer total entspannten Atmosphäre in der ersten Reihe debil grinsend mit anderen debil grinsenden und fröhlichen Menschen zu den schönsten Songs der Welt tanzen, ohne dass man einen Sidekick in den Rücken bekommt? Anstatt dessen wird man von wildfremden Menschen umarmt, die vor Glück über die dargebotenen Songs über das ganze Gesicht strahlen und einen fast schon abknutschen wollen. Auffallend war, dass das Geschehen auf der Bühne auch nicht von lästigen Smartphone-Knipsern gestört wurde. Ähem…fast zumindest, denn als ich gezwungenermaßen selbst eines für diesen ursprünglich gar nicht geplanten Bericht knipste, kam ich mir ehrlich gesagt schon reichlich doof vor, zumal ich ja ganz genau weiß, dass Smartphone-Fotos von Bands in halbdunklen Räumen qualitativ nix taugen. Und die für immer eingebrannte Erinnerung an ein geniales Wohlfühl-Konzert wie dieses wird durch verschwommene Smartphone-Fotos auch nicht besser. Ein total schöner Abend war das!


 

Show-Review: Fjørt, Lygo und Kind Kaputt im Jugendhaus Ravensburg (05.11.2016)

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Vor nicht allzu langer Zeit konntet ihr an dieser Stelle bereits ein Show-Review mit Fjørt lesen, damals von der gemeinsamen Tour mit den Jungs von We Never Learned To Live. Nun, knapp ein halbes Jahr später machten Fjørt einen Katzensprung von meinem Wohnort entfernt im Jugendhaus Ravensburg Halt auf ihrer Herbstreise, diesmal mit den Bonner Schreipunks von Lygo und Kind Kaputt aus Mannheim. Schnell aufs Fahrrad geschwungen und durch die windig-regnerische Nacht die 5 Kilometer nach Ravensburg gedüst, kam die Crossed Letters-Crew etwas durchnässt aber bereits gut vorgeglüht pünktlich zu Kind Kaputt an, die bereits mit ihrem Set begonnen hatten.

Kind Kaputt ist eine relativ neue Band, beim Abchecken des Materials im Vorfeld klang mir der Sound des Quintetts ein bisschen zu konstruiert und auf massentauglich gemacht, aber live mit ein paar Bieren im Schädel war das ganze doch eigentlich ganz nett. Vor allem war der Sound glasklar abgemischt, vielleicht profitierte da die Band von den magischen Knöpfchendreherhändchen des Soundmanns von Fjørt. Grob umschrieben machen die Jungs glattgebügelten Post-Hardcore mit sphärischen Post-Rock Parts und einem Sänger, der mich live von der Tonlage her etwas an Casper erinnerte. Trotzdem fehlte mir persönlich hier die Bewegung auf der Bühne etwas, die Band schien sich mehr auf ihre Instrumente zu verkrampfen. Mehr Punkrock-Attitude würde dem Sound der Jungs bestimmt nicht schaden.

Wie eine Show mit hohem Punkrock-Faktor aussehen kann, demonstrierten dann eindrucksvoll die Punks von Lygo, die von der Pike auf in die Punkrock- Schule des Lebens gegangen zu sein scheinen. Aber von vorne: Worauf ich mich im Vorfeld wirklich freute, war der Auftritt von Lygo, die ich ja auch schon in der Vergangenheit abgefeiert habe, damals noch auf Borderline Fuckup. Habe die Lygo-Rezi zu Sturzflug gerade nochmals gelesen, manchmal ist es ja verrückt, dass man beim Lesen des eigenen Geschreibsels Jahre später schmunzeln muss. Gute Idee, das mit den Greifautomaten auf Livegigs. Vielleicht sollte ich das als Geschäftsidee patentieren lassen, wie der eine Typ, der Telefonzellen zu Ein-Raum-Diskos umfunktioniert. Da kann man 2 € reinwerfen und einen beliebigen Song auswählen, wird dann eingenebelt und darf unter einer Diskokugel mit Lichtshow abhotten. Vielleicht hätte man ein paar dieser Ein-Raum-Diskos aufstellen sollen, um die Leute im Publikum zum Tanzen zu animieren, denn außer Kopfnicken war keine Bewegung zu verzeichnen, was ich mir angesichts des Einsatzes der drei Herren auf der Bühne eigentlich nicht erklären kann. Hier bekam man ein äußerst energiereiches Set geboten, das zudem noch von Hits gespickt war, die man eigentlich lauthals und Bier verschüttend mitgrölen hätte sollen. Wenn ich mir vorstelle, wie vor einigen Jahrzehnten bei einer Show der Spermbirds in diesen Räumen das Kondenswasser von der Decke tropfte, dann wage ich zu behaupten, dass die Jugend früher etwas mehr Einsatz zu zeigen pflegte. Keine Ahnung, es machte trotzdem Freude, die Energie und den Spaß der Jungs an der eigenen Musik aufzusaugen. Live gefällt mir das ganze noch einen Ticken besser als auf Konserve. Da die Stimmen der beiden Sänger sehr ähnlich sind, bringt es nochmals etwas Schwung in die Sache, die zwei Sänger vor sich zu sehen. Und während Lygo mit den Zeilen wieder einen Winter überstanden  aus dem  Song Störche bei mir noch etwas die Nackenhärchen aufstellen lassen, setzt auch schon einen Tag nach der Show im ländlichen Oberschwaben der Winter in vollen Zügen ein.

Die Zeit zwischen den Bands konnte man dann gemütlich plaudernd verbringen. Es ist immer wieder schön, in einer solch entspannten Atmosphäre abzuhängen. Mittlerweile füllte sich das Jugendhaus zwar, aber dass Fjørt andererorts schon mal vor weitaus größerem Publikum in riesigen Clubs auftreten, merkte man an diesem Abend nicht. Obwohl, gleich zu Beginn der Show ist erstmal der Strom ausgefallen, wahrscheinlich aufgrund der Überlastung durch den vielen elektronischen Schnickschnack, den die Jungs bei sich haben. Schon die Auftritte im Frühjahr in Lindau und Lustenau waren ähnlich dünn besiedelt. Wahrscheinlich liegt das einfach daran, dass Fjørt in diesem Landstrich bisher noch nicht ausgiebig genug Präsenz gezeigt haben. Jedenfalls war die Technik ruckzuck wieder hergestellt, so dass der in kühles blaues Licht getauchten Show nichts mehr im Wege stand. Die dunkle Optik und der aufsteigende Nebel transportierten einen Hauch von nordischer Hafenromantik. Die Atmosphäre wurde durch den hervorragend abgemischten Sound noch verstärkt. Fjørt meisterten ihre Sache dann mit Bravour, da merkt man einfach, dass die Jungs auf der Bühne zu Hause sind und sich ihr Können mühsam und ehrlich erarbeitet haben. Dass man es mit einer sympathischen Band zu tun hat, die weiß woher sie kommt, merkt man auch bei den Ansagen, die so viel menschlicher sind und auf hohle Phrasen gänzlich verzichten. Hier erfährt man dann auch ein paar Hintergründe zur Show und den Leuten dahinter, die solche Konzerte mit Leidenschaft und Herzblut ermöglichen. Normalerweise hätte das Tour-Ende schon einen Tag früher in Würzburg stattfinden sollen, aber dann erhielt die Band eine Mail-Anfrage von Yvie. Und Fjørt sagten einfach zu, obwohl solch kleine Locations in der Provinz eher nicht auf dem Tagesprogramm der Aachener steht. Da zeigt sich mal wieder, dass sich mit DIY Sachen erreichen lassen, die man eigentlich nicht für möglich gehalten hätte. Einfach mal machen! Nun, mir gefiel dieser Auftritt der Band sehr viel besser als damals in Lindau. Das lag vor allem an der heimeligen und familiären Atmosphäre, gerade mal 73 Leute hatten den Weg ins Jugendhaus gefunden. Zwar fehlte auch hier die Bewegung im Publikum, dafür sogen die anwesenden Leute die Magie der Show förmlich ein. Neben aktuellen Hits wie Kontakt, Lichterloh und Anthrazit wurden auch ein paar Songs vom Vorgängeralbum D’Accord zum Besten gegeben. Klar, ich habe schon Bands gesehen, die ohne Lightshow und sogar noch bei eingeschalteten Licht die Bude zum Einstürzen brachten, so dass überall Körper durch die Luft flogen, aber das wäre hier ehrlich gesagt etwas fehl am Platze gewesen. Fjørt lieferten jedenfalls super ab, so dass man am Ende in zufriedene Gesichter blickte. Und wie das in der Provinz so üblich ist, verschwanden die Leute auch ziemlich schnell nach dem Abklingen der letzten Töne. Ach so, da ich mal wieder bei den Foto-Aufnahmen mit schlechter Ausrüstung und Pfuscherei nix auf die Reihe bekommen habe und die meisten Bilder absolut verwackelt waren (ich hätte ja beim Knipsen nur mal mein Bier abstellen müssen…), verweise ich an dieser Stelle auf die Fotogalerie vom Jugendhaus Ravensburg, auf der ihr ein paar gelungenere Bilder bestaunen könnt.


Showreviews: Yuppicide (Biberach/Abdera 23.03.2016), PowerPennerPunk (Weingarten/JuHa 02.04.2016)

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Yuppicide – Live im Abdera/Biberach am 23.03.2016

Erinnerungswürdige Auftritte der New Yorker hab ich schon einige gesehen, am meisten blieben jedoch der Auftritt beim legendären Roots Of Hate-Festival in der Biberacher Gigelberghalle, welcher auch schon wieder 20 Jährchen zurückliegt und eine Show in der ausverkauften Röhre in Stuttgart (ebenfalls in den Neunzigern) hängen. Yuppicide waren bisher jedenfalls immer eine Garantie für eine intensive Liveshow. Zwanzig Jahre später also wieder Biberach, diesmal im Abdera. Dort war ich das letzte Mal im letzten Jahrtausend (war glaub ich Most Precious Blood oder Throwdown, keine Ahnung mehr). Auch wenn die bisherigen Shows der laufenden Tour alle ausverkauft waren, machte sich ein mit vier alten Säcken besetztes Auto aus Ravensburg ohne Eintrittskarten auf den Weg nach Biberach. Schon das Überangebot an freien Parkplätzen ließ uns erst zweifeln, ob die Show nicht doch noch in letzter Minute krankheitsbedingt abgesagt wurde. Weiterlesen

Showreview: We Never Learned To Live & Fjørt – Lindau/Club Vaudeville & Lustenau/Carinisaal

01 WNLTL Lindau
Wer mich kennt, der weiß, wie hibbelig und aufgeregt ich sein kann, wenn eine Band in die nähere Umgebung kommt, der ich schon seit Jahren mit Haut und Haaren verfallen bin. Diesmal ist die Rede von We Never Learned To Live, die ich seit der Entdeckung ihrer Debut-EP aus dem Jahr 2013 mit anschließender enthusiastisch vorgetragener Empfehlung (damals noch auf Borderline Fuckup) verdammt tief in mein Herz geschlossen habe. Als ich knapp ein halbes Jahr nach Veröffentlichung des ruckzuck vergriffenen Tapes ein Paket aus dem Hause Through Love Rec erhielt, in welchem eben diese ersten drei Songs auf einer wunderschön aufgemachten EP zum Vorschein kamen, wurde mir klar, dass da geheime Kräfte im Spiel sein mussten. Fortan stalkte ich die Band aus Brighton fast gar, jedes verfügbare und gefundene Livevideo flimmerte über den heimischen PC-Bildschirm. Und spätestens ab der Veröffentlichung des grandiosen Debutalbums im Sommer 2015 war klar, dass es nun langsam Zeit wurde, die Jungs endlich live zu erleben. Nun, ihr könnt euch sicher vorstellen, welch Freude es bei mir auslöste, als ich entdeckte, dass die Band genau einen Tag nach meinem Geburtstag (das beste G-Geschenk ever) im nicht weit entfernten Club Vaudeville in Lindau im Vorprogramm von Fjørt auftreten sollte. Meiner Nervosität nicht gerade positiv förderlich war, dass es an meinem Geburtstag (also einen Tag vor dem Konzert) Schneeflocken vom Himmel schickte, die der Konsistenz von Wattepads nahe kamen. Bei Schnee und Autofahren werde ich nämlich zur bibbernden Memme…nun, letztendlich ging alles gut. Ihr wisst schon…die höhere geheime Macht…Zudem gab es eine weitere Crossed Letters-Premiere: erstmals gingen mein Kunpel Eddie und ich als Crossed- Letters-Kollegen auf ein Konzert. Und da Eddie besser fotografiert wie ich, gibt es diesmal anstelle der gemalten Bilder „echte“ Live-Bilder. Weiterlesen

Die kleine Nostalgie-Ecke: Flyer-Fotografie Teil 1

Die meisten dieser Flyer konnte man bereits auf der Borderline Fuckup-Seite bestaunen. Da die Seite mittlerweile nur noch über WordPress zu erreichen ist, sind viele der Bilddateien nach dem Löschen der alten Domain nicht mehr verfügbar. Und da noch längst nicht alle Flyer gezeigt wurden, geht das Flyerabfotografieren also von vorne los. Zum Start also jetzt kunterbunt durcheinandergewürfelt die ersten angestaubten Flyer von vor der Jahrtausendwende, jedoch ohne chronologische Ordnung. Und natürlich muss ich erwähnen, dass es in Sachen Urheberrecht sehr schwierig ist, die Gestalter um Erlaubnis zu fragen, da sie mir meist unbekannt sind. Falls jemand also seinen Flyer hier nicht sehen will, einfach kurz mitteilen, dann wird er runtergenommen. Viel Spaß beim Zeitreisen!


 

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002 The Accused Juha / Rigid Domain Langenau photo accused_zpsjtkmtzbz.jpg

003 Sick Of It All, Graveyard Rodeo, Black Train Jack - Tonhalle Villingen photo soia graveyard rodeo 1993_zps0tralpyk.jpg Weiterlesen

Show-Review: Boysetsfire, Silverstein, Great Collapse (Lindau/Club Vaudeville 10.10.2015)

Great Collapse
Geplant war, dieses Show-Review mit ein paar tollen Fotos von den Bands des Abends auszuschmücken, jedoch bin ich erstens ein etwas verplanter, hundsmiserabler Fotograf, so dass die Fotos nicht mal durch einen  coolen Verwacklungseffekt akzeptabel ausgesehen hätten. Zweitens war es im Club so voll, dass ich meinen kleinen Fotoapparat nicht richtig hochhalten konnte. Und drittens haben gefühlt eh alle im Publikum selbst viel bessere Fotos mit ihren Smartphones geschossen. Deshalb gab ich meiner Tochter (7 Jahre) einen Illustrationsauftrag, einfach ein Bild von einer Band zu malen, wohlgemerkt ohne Vorgabe, wie die Musiker aussehen sollten. Hat sie super gemacht, finde ich. Der Typ am Mikro sieht eindeutig aus wie Thomas Barnett von Great Collapse. Ich hab lange gegrübelt, wer denn der Kerl mit der umgehängten Trommel oder der Rotschopf am Schlagzeug sein könnte, aber ich hab keinen Plan. Wie der Abend so war und ein paar andere seltsame Gedanken gibt es also im nachfolgenden Text zu lesen, viel Spaß damit!


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